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Ein Plan in Ihrem Viertel oder Ihrem Verein

Den Plan müssen Sie nicht allein erstellen. Es ist äußerst wichtig, in Notsituationen zusammenzuarbeiten. Nachbarn, Freunde, Bekannte, Mitglieder Ihrer Nachbarschaftsvereinigung oder Ihres Sport- oder Freizeitvereins: Besprechen Sie, wie Sie sich in Notsituationen gegenseitig helfen können. Gemeinsam sind Sie stärker.  

Bauen Sie ein Netzwerk auf 

  • Bauen Sie ein Netzwerk auf. Sie sind nicht allein. Holen Sie sich Hilfe bei: 
    • Nachbarn: Wenn bei Ihnen zu Hause etwas passiert, sind gute Nachbarn unverzichtbar. 
    • Bekannten, Verwandten, Freunden: Sie können Ihnen helfen, sich vorzubereiten.  
  • Stützen Sie sich auf ein bestehendes Netzwerk. Gehören Sie einer Nachbarschaftsvereinigung, einem Sportverein oder einer anderen Gruppe an? Diese Netzwerke können in Notsituationen eine wichtige Rolle spielen. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie einander unterstützen und welche Vorbereitungen Sie treffen können.   

Treffen Sie Vorkehrungen 

In Notsituationen müssen sie schnell aufeinander zurückgreifen können. Daher ist es wichtig, die nötigen Vorkehrungen im Voraus zu treffen. Ein gut vorbereitetes Netzwerk:  

  • kennt die potenziellen Risiken in der Gegend und weiß, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen,  
  • hält sich über BE-Alert, die Medien, spezielle Anwendungen (z. B. KMI) über Nachrichten oder Alarmierungen auf dem Laufenden,  
  • denkt aktiv darüber nach, wie man sich in Notsituationen gegenseitig helfen oder andere Netzwerke unterstützen kann.  

Treffen Sie Vorkehrungen zu folgenden Aspekten:  

  • Wie Sie einander benachrichtigen 
    • Über soziale Medien (WhatsApp, Facebook, Hoplr usw.): Teilen Sie wichtige Warnungen miteinander und tauschen Sie Informationen aus. 
    • Per Telefon: Vereinbaren Sie, wen Sie anrufen können, z. B. bei einer Notsituation in der Nacht.  
    • Bei Ausfall von Internet- oder Telefonverbindungen: Besprechen Sie, wie Sie einander ohne Telefon oder Internet erreichen können. 
  • Auf welche Risiken Sie besonders achten sollten 
    • Risiken in Ihrer Nähe: Nukleare Noteinsatzplanungszonen, Überschwemmungsgebiete, Seveso-Betriebe oder andere Risiken in Ihrer Nähe.  
    • Risiken mit großen Auswirkungen: Besprechen Sie Risiken, die große Auswirkungen auf das ganze Land haben können, z. B. mehrere Stunden ohne Strom, Heizung oder Internet. Wie können Sie sich gemeinsam darauf vorbereiten? 
  • Wer welche Hilfe leisten kann  
    • Fähigkeiten oder Kenntnisse. Jedes Mitglied Ihres Netzwerks hat unterschiedliche Fähigkeiten oder Kenntnisse, z. B. in Erster Hilfe oder im Heimwerken. Besprechen Sie, wer was kann. So wissen Sie, an wen Sie sich bei Problemen wenden können.  
    • Material oder Platz. Einige Personen in Ihrem Netzwerk verfügen über Material (z. B. spezielle Werkzeuge) oder Platz (z. B. eine große Garage), andere nicht. Schauen Sie, was Sie leihen oder tauschen können. 
  • Wer zusätzliche Hilfe braucht   
    • Gibt es in Ihrer Nähe oder Ihrer Vereinigung Personen, die vor, während oder nach einer Notsituation zusätzliche Hilfe benötigen? Z. B. Menschen mit einer Behinderung, Alleinstehende mit kleinen Kindern, ältere Menschen usw. Besprechen Sie mit ihnen, was sie brauchen (oder brauchen könnten) und wie Sie ihnen helfen können.  

Weitere Initiativen zur gegenseitigen Unterstützung:  

  • Gemeinsam einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren 
  • Blut oder Plasma spenden 
  • Korrekte Informationen verbreiten 
  • Jemandem, der nicht nach Hause gehen kann, eine Unterkunft oder einen Schlafplatz bieten  
  • Sachen verleihen oder tauschen 
  • Für jemanden einkaufen gehen 
  • Handy verleihen oder Hotspot teilen 
  • Für jemanden kochen 

Vor Ort  

  • Hat Ihr Netzwerk einen festen physischen Standort? Zum Beispiel eigene Räumlichkeiten, ein Klubhaus usw.   
    • Es gibt gesetzliche Verpflichtungen in Bezug auf Brandschutz und Evakuierung. Stellen Sie sicher, dass das Gebäude diesen Verpflichtungen entspricht.  
    • Treffen Sie Vorkehrungen
      • Wer hat die Schlüssel? 
      • Wer hat Zugang zur Wasser-, Gas- und Stromzufuhr?
    • Statten Sie diesen Ort mit einem Notfallset aus.  
  • Leben Sie in einem Wohnblock, einem Studentenzimmer oder einer anderen Form des Zusammenlebens?  
    • Es gibt gesetzliche Verpflichtungen in Bezug auf Brandschutz und Evakuierung.  
      • Sind Sie Eigentümer/-in? Stellen Sie sicher, dass das Gebäude diesen Verpflichtungen entspricht.  
      • Sind Sie nicht Eigentümer/-in? Es ist wichtig, dass Sie die Notausgänge gut kennen.  
    • Gemeinsam besprechen
      • Wer hat die Schlüssel?  
      • Wer hat Zugang zur Wasser-, Gas- und Stromzufuhr?  
      • Gibt es ein gemeinsames Lüftungssystem? Wer kann es ein- und ausschalten? 
      • Gibt es Personen im Gebäude, die zusätzliche Hilfe benötigen? Wenn ja, wer kann diesen Personen helfen?  
      • Es kann sinnvoll sein, ein gemeinsames Notfallset vorzusehen, anstatt ein Set pro Studentenzimmer/Appartement. Sie können z. B. einen Ort in einem Keller oder einem anderen Gemeinschaftsraum vorsehen.  
  • Organisieren Sie mit Ihrem Verein oder Ihrer Vereinigung einen Ausflug oder eine Aktivität, eventuell mit Übernachtung?  
    • Achten Sie darauf, dass der Koordinator immer eine Liste der anwesenden Personen hat. In einer Notsituation haben Sie so schnell einen Überblick über alle anwesenden Personen. 
    • Handelt es sich um einen Ausflug/eine Aktivität mit Kindern? Überlegen Sie, wie Sie in einer Notsituation die Eltern benachrichtigen können.