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Ein Plan für Personen, die zusätzliche Hilfe benötigen

Personen, die zusätzliche Hilfe benötigen, sind in Notsituationen oft auch stärker gefährdet. Eine gute Vorbereitung ist daher umso wichtiger.

Allgemeines

Um sich vorzubereiten, können Sie die gleichen Schritte wie alle anderen befolgen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie bei jedem Schritt Ihre persönliche Situation gut überdenken.  
 

  • Erstellen Sie einen Plan
    • Analysieren Sie Ihre eigene Wohnung. Sind die Fluchtwege ausreichend zugänglich? Können Sie die Gas-, Strom- oder Wasserzufuhr erreichen? 
    • Denken Sie über Risiken in Ihrer Gegend oder Risiken mit großer Auswirkung nach. Lesen Sie die Tipps vorher, während, nachher. Bei welchen Schritten benötigen Sie Hilfe?  
  • Sprechen Sie darüber
    • Beziehen Sie genügend Personen aus Ihrem Umfeld mit ein. Reden Sie mit ihnen darüber, wie sie Ihnen helfen können.  
    • Einigen Sie sich darauf, wie Sie einander in einer Notsituation kontaktieren können. Diese Personen können z. B. Ihre Adresse in BE-Alert registrieren. So erhalten sie auch eine Nachricht, wenn es in Ihrer Gegend ein Problem gibt.  
  • Sammeln Sie wichtige Dinge in einem Notfallset.  
    • Fügen Sie der Grundliste Gegenstände hinzu, die für Sie unverzichtbar sind, z. B. Medikamente oder Hilfsmittel. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Apotheker nach einer Liste Ihrer Medikamente und bewahren Sie sie zusammen mit Ihren wichtigen Dokumenten auf. 

Personen mit Behinderung 

  • Sind Sie gehörlos oder schwerhörig?  
    • Stellen Sie sicher, dass Sie Warnungen empfangen können (z. B. eine SMS von BE-Alert oder einen Brandalarm, der vibriert oder blinkt). 
    • Denken Sie an alternative Kommunikationsmittel, auch wenn Sie kein Telefon oder Internet haben. 
  • Sind Sie blind oder sehbehindert
    • Stellen Sie sicher, dass Sie die Warnungen empfangen können (z. B. über Sprachnachrichten von BE-Alert).
    • Haben Sie einen Assistenzhund? Lesen Sie unsere Tipps für Tiere.  
    • Verwenden Sie Hilfsmittel wie einen Gehstock? Bewahren Sie sie an einem Ort auf, an dem Sie sie in Notsituationen schnell finden können. Sehen Sie gegebenenfalls eine Alternative vor.  
  • Sind Sie auf einen Rollstuhl angewiesen?  
    • Überprüfen Sie, auf welchem Weg Sie die Wohnung verlassen können, wenn z. B. der Aufzug nicht funktioniert oder Sie ihn nicht benutzen können. Überlegen Sie, wen Sie um Hilfe bei der Evakuierung bitten können und wie Sie diese Personen kontaktieren können. 
    • Überlegen Sie, ob es eine rollstuhlgerechte Anlaufstelle gibt, die Sie aufsuchen können, wenn Sie nicht sofort nach Hause gehen können.  
  • Verwenden Sie wichtige elektrische Geräte (z. B. ein Sauerstoffgerät, einen elektrischen Rollstuhl usw.)? Besprechen Sie mit Ihren Pflegeanbietern, was Sie im Falle einer Panne tun können.  

Ältere Menschen  

  • Haben Sie Schwierigkeiten, sich fortzubewegen?  
    • Üben Sie von Zeit zu Zeit, Ihre Wohnung schnell zu verlassen. Überprüfen Sie, ob Sie das Gebäude auch verlassen können, wenn z. B. der Aufzug nicht funktioniert oder nicht benutzt werden kann. Überlegen Sie, wer Ihnen helfen kann und wie Sie diese Personen kontaktieren können. 
  • Haben Sie Schwierigkeiten mit digitalen Technologien
    • Registrieren Sie sich bei BE-Alert oder bitten Sie jemanden aus Ihrem Bekanntenkreis, dies zu tun. Lernen Sie, BE-Alert-Nachrichten zu erkennen. Besprechen Sie mit anderen Personen, wie sie Sie in einer Notsituation benachrichtigen können. Bitten Sie sie eventuell, Ihre Adresse bei BE-Alert zu registrieren. 

Babys oder Kleinkinder 

  • Packen Sie in Ihr Notfallset auch:  
    • Milchpulver 
    • Wegwerfwindeln und Feuchttücher 
    • Medikamente, die Ihre Kinder brauchen 
    • Zusätzliches Spielzeug 
  • Besprechen Sie mit Ihren Kindern, was in einer Notsituation passieren kann. 
    • Üben Sie mit ihnen von Zeit zu Zeit, wie sie im Falle eines Brandes schnell nach draußen können. 
    • Bringen Sie ihnen bei, wie sie die Notrufnummer 112 anrufen können. 

Personen, die wenig oder kein Niederländisch, Französisch oder Deutsch sprechen  

  • Stellen Sie sicher, dass Sie die Warnungen empfangen können. Registrieren Sie sich bei BE-Alert. Bitten Sie Ihre Mitmenschen, Ihnen die Nachrichten zu übersetzen.  
  • Überlegen Sie, wie Sie mit den Rettungsdiensten kommunizieren können. Laden Sie z. B. eine Übersetzungs-App herunter. Oder bitten Sie jemanden aus Ihrem Bekanntenkreis, für Sie zu übersetzen.