Hybrider Akteur
Achtung: Ein Täter oder Akteur hat keine Ursachen oder Folgen, sondern Motive und Vorgehensweisen. Die hier angegebenen Ursachen und Folgen sind daher in diesem Sinne auszulegen.
Ursachen und Folgen
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Was können Sie tun?
VOHRER
- Informieren Sie sich und informieren Sie andere über die verschiedenen Formen hybrider Bedrohungen und seien Sie wachsam. So können Sie böswillige Handlungen erkennen und den Behörden melden. Sie können dies auf den Websites folgender Behörden und Einrichtungen tun:
- Staatssicherheit (VSSE), z. B. die Broschüre "Broschüre " L'espionnage : êtes-vous concerné ?/Spionage: wordt u geviseerd?" (Spionage: Sind Sie betroffen?)
- Allgemeiner Nachrichten- und Sicherheitsdienst (ANSD)
- Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse (KOBA)
- FÖD Auswärtige Angelegenheiten
- Föderale Polizei
- Ministerium der Landesverteidigung
- Zentrum für Cybersicherheit Belgien, z. B. die Website Safeonweb.be
- Öffnen Sie keine E-Mails von unbekannten oder verdächtigen Absendern.
WÄHREND
- Schützen Sie sich, wenn Sie sich ins Ausland begeben. Lesen Sie die Tipps der VSSE und des FÖD Auswärtige Angelegenheiten.
- Bedenken Sie, dass im Internet absichtlich falsche Informationen verbreitet werden.
- Vergleichen Sie Informationen stets mit den offiziellen Kanälen der Behörden bzw. mit anerkannten Medien, um sicherzustellen, dass sie zuverlässig sind.
- Überlegen Sie gut, was Sie online teilen. Sie sind sich nicht sicher, woher ein Beitrag kommt? Dann teilen Sie ihn nicht.
- Schützen Sie Ihren Computer und Ihre personenbezogenen Daten.
- Verwenden Sie starke und einmalig genutzte Passwörter für alle Ihre Konten und ändern Sie diese regelmäßig.
- Überprüfen und verwalten Sie Ihre Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien und auf anderen Online-Plattformen.
- Besuchen Sie die Seiten zu Cyberrisiken für weitere Tipps.
NACHHER
Keine spezifischen Empfehlungen.
Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit
Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben hybride Akteure von extremem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben:
- ein autoritäres Regime, das sich gegen demokratische Werte richtet
- mit offensichtlich böswilligen Absichten, hohen Angriffskapazitäten und einer kohärenten Strategie zur Führung eines hybriden Konflikts.
Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren?
Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.
Wahrscheinlichkeit
Medium
Menschliche Auswirkung
Gering
Gesellschaftliche Auswirkung
Medium
Auswirkung auf die Umwelt
Sehr gering
Finanzielle Auswirkung
Medium
Was tun die Behörden?
Viele hybride Kampagnen machen nicht an den Grenzen halt. Online-Desinformation wirkt sich oft auf mehrere Länder aus, wie Frankreich, Belgien und die Niederlande. Cyberangriffe können auch grenzüberschreitend sein, ebenso wie Angriffe auf die Energieinfrastruktur, da unsere Netzwerke zunehmend miteinander verbunden sind. Wir bewegen uns also in einem geopolitischen und internationalen Kontext, der eine Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen erfordert.
Die belgische Regierung arbeitet mit mehreren EU-Mitgliedstaaten, Einrichtungen, der NATO und anderen internationalen Initiativen zusammen. Die EU und die NATO haben sich zu einer engen und konstruktiven Zusammenarbeit verpflichtet:
- Seit 2017 hilft das Europäische Kompetenzzentrum für die Abwehr hybrider Bedrohungen (Hybrid CoE) den beteiligten Staaten und Einrichtungen dabei, hybride Bedrohungen nachzuvollziehen und sich dagegen zu verteidigen.
- Seit 2018 verfügt die NATO über Unterstützungsteams, die auf Ersuchen der Verbündeten gezielte Unterstützung leisten, um die Abwehrbereitschaft und Reaktionsfähigkeit bei hybriden Bedrohungen zu verbessern.
- Die EU kann außerdem "Hybrid Rapid Response Teams" in Mitgliedstaaten und Partnerländer entsenden, die von einem hybriden Angriff betroffen sind. Diese Initiative wurde unter belgischem Vorsitz gestartet.
Gemeinsam verfügen die EU und die NATO über zahlreiche Mittel, um hybride Bedrohungen zu bekämpfen, wie die Verhängung gezielter Sanktionen gegen hybride Akteure oder die Durchführung von Patrouillen in der Ostsee.
In Belgien überwachen die Nachrichten- und Sicherheitsdienste in ihrem jeweiligen Bereich geopolitische Risiken wie hybride Bedrohungen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Formen der interministeriellen Zusammenarbeit, die darauf abzielen, unsere Gesellschaft widerstandsfähiger gegen diese Risiken zu machen und diese aktiv zu bekämpfen.
Beispiel: Eine Plattform für hybride Bedrohungen, auf der Experten Informationen austauschen und zusammenarbeiten, um Bedrohungen in ihrer ganzen Komplexität zu untersuchen und sie auf effiziente und koordinierte Weise zu bewältigen.