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Zwischenfall beim Transport von CBRNe-Materialen

Chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Stoffe (CBRNe) können gefährlich sein, wenn sie nicht richtig gehandhabt oder verpackt werden. Dies kann ein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen.  

Die Vereinten Nationen haben ein universelles System zur Einstufung, Verpackung, Kennzeichnung und Etikettierung gefährlicher Stoffe eingeführt. So können diese Stoffe sicher transportiert werden. 

Was können Sie tun?  

Die richtigen Reaktionen bei einem Zwischenfall beim Transport von CBRNe-Stoffen hängen von der Art der freigesetzten Stoffe ab. Lesen Sie unsere Tipps bei folgenden Ereignissen: 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit 

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben einen Zwischenfall beim Transport von CBRNe-Stoffen von extremem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben: 

  • Eine Explosion führt zu einem großen Leck in einer CBRN-Ladung.  
  • Dies betrifft einen Bereich von mehr als 3 km2. Dieser Bereich ist dicht besiedelt und verfügt über zahlreiche Infrastrukturen, darunter auch andere CBRNe-Anlagen.  
  • Die städtische Umgebung erhöht das Risiko von Schäden und erschwert die Arbeit der Rettungsdienste. 

Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren? 

Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.

Wahrscheinlichkeit

Sehr gering

Menschliche Auswirkung

Medium

Gesellschaftliche Auswirkung

Medium

Auswirkung auf die Umwelt

Gering

Finanzielle Auswirkung

Medium

Was tun die Behörden? 

Der FÖD Mobilität und Transportwesen ist für den Gefahrguttransport über den Schienenweg, über den Seeweg und über den Luftweg zuständig. Darüber hinaus sind die einzelnen Regionen für den Gefahrguttransport über die Straßen und Binnengewässer sowie für die Schulung und Zertifizierung von Sicherheitsberatern (Schienentransport) zuständig.  

Für den Transport von explosiven und radioaktiven Stoffen (Klasse 7) sind die zuständigen Behörden der FÖD Wirtschaft, KMB, Mittelstand und Energie beziehungsweise die Föderalagentur für Nuklearkontrolle (FANK) für alle Verkehrsträger und für das gesamte Land.  

Weitere Informationen finden Sie hier.  

Seit 2018 gibt es im Nationalen Krisenzentrum ein CBRNe-Fachzentrum. Dort wird Partnern bei der Umsetzung von CBRNe-Noteinsatzplänen geholfen, Unterstützung im Krisenmanagement geboten und an Schulungen für Einsatzdienste mitgewirkt. 

Ein CBRNe-Zwischenfall erfordert stets eine multidisziplinäre Bewältigung und/oder eine Koordination auf nationaler Ebene. Je nach Art des Zwischenfalls können verschiedene Noteinsatzpläne bei einem CBRNe-Risiko ausgelöst werden, z. B. der Noteinsatzplan für nukleare und radiologische Risiken oder der Noteinsatzplan in Sachen CBRNe-Terrorismus