Freisetzung von chemischen Stoffen
Ursachen und Folgen
Ursachen
Folgen
Was können Sie tun?
VOHRER
- Informieren Sie sich vorab, ob Sie in der Nähe eines Seveso-Betriebs wohnen.
- Tragen Sie sich auf der Website www.be-alert.be ein, damit Sie im Falle eines Chemieunfalls sofort informiert werden.
Eine Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen ist nicht immer eindeutig und es kann sein, dass Sie sie erst nach einigen Tagen oder Wochen bemerken. Glauben Sie, dass Sie mit gefährlichen Stoffen in Kontakt gekommen sind? Achten Sie auf diese Anzeichen:
- Sie bemerken seltsame Dämpfe, unbekannte Gerüche oder Geschmäcker.
- Sie spüren Reizungen der Augen, der Haut oder der Atemwege.
- Sie haben eines der folgenden Symptome: Erbrechen, Zittern, Schwitzen, Desorientierung, Atembeschwerden und Fieber. Dies sind ernste Anzeichen für eine Kontamination.
- Andere Menschen in Ihrer Umgebung verspüren die gleichen Symptome oder entwickeln andere.
WÄHREND
- Befinden Sie sich im Freien? Entfernen Sie sich vom Ort des Zwischenfalls. Gehen Sie quer zur Windrichtung.
- Suchen Sie Schutz im nächstgelegenen Gebäude.
- Begeben Sie sich nach drinnen und bleiben Sie dort. Geschlossene Räume sind die beste Möglichkeit, sich zu schützen. Bleiben Sie drinnen, bis Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie das Gebäude sicher verlassen können.
- Schließen Sie Türen und Fenster und schalten Sie die Lüftungssysteme aus. Halten Sie sich am besten in einem zentralen Raum im Erdgeschoss auf. Wände und Decken bieten einen besseren Schutz als Fenster.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Informieren Sie sich über die richtigen Maßnahmen.
- Sind Sie mit einem verdächtigen Stoff in Kontakt gekommen?
- Ziehen Sie sich aus.
- Stecken Sie Ihre Kleidung in einen Müllsack und verschließen Sie ihn.
- Nehmen Sie eine Dusche.
- Lassen Sie Ihre Kinder in der Schule. Sie werden denselben Empfehlungen folgen.
- Verwenden Sie SMS oder Internet, um zu kommunizieren. Halten Sie das Telefonnetz frei, damit Menschen die Rettungsdienste kontaktieren können.
- In manchen Fällen müssen Sie evakuiert werden. Befolgen Sie die Anweisungen der Rettungsdienste, tun Sie dies nicht auf eigene Initiative.
NACHHER
Ein Chemieunfall kann sich auf Trinkwasser und Lebensmittel auswirken, zum Beispiel auf die Landwirtschaft, die Viehzucht oder das Gemüse im Garten. Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.
Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit
Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben eine Freisetzung chemischer Stoffe von extremem. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben:
- Ein Stoff, der lebensbedrohlich ist oder langfristig schwere Schäden verursachen kann, breitet sich über ein Gebiet von mehr als 100 km2 aus. Dieses Gebiet umfasst mehrere dicht besiedelte Gebiete und kritische Infrastrukturen.
- Es gibt keinen Regen und der Wind weht stark. Dadurch kann sich das Gift über ein großes Gebiet ausbreiten.
- Die Kontamination verursacht irreversible Umweltschäden. Sie betrifft sowohl Wohngebiete als auch Naturgebiete.
Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren?
Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.
Wahrscheinlichkeit
Sehr gering
Menschliche Auswirkung
Hoch
Gesellschaftliche Auswirkung
Medium
Auswirkung auf die Umwelt
Gering
Finanzielle Auswirkung
Gering
Was tun die Behörden?
Eine Freisetzung chemischer Stoffe kann verschiedene Ursachen haben. Verschiedene öffentliche Dienste ergreifen Vorbeugemaßnahmen im Hinblick auf folgende Risiken: