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Rechtsextremismus ist eine Bewegung, die versucht, die Demokratie zu ersetzen, und in der einige Akteure Gewalt gegen "Feinde der Bevölkerung" für gerechtfertigt halten.

Rechtsextreme Gruppen können sich stark voneinander unterscheiden. Sie haben keine feste Ideologie. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie fremdenfeindlich sind und für "ihr eigenes Volk" eintreten. Allerdings haben diese Gruppen oft unterschiedliche Vorstellungen davon, was sie als "fremd" oder "eigen" ansehen.

Achtung: Ein Täter oder Akteur hat keine Ursachen oder Folgen, sondern Motive und Vorgehensweisen. Die hier angegebenen Ursachen und Folgen sind daher in diesem Sinne auszulegen.

Was können Sie tun?

Für dieses Risiko gibt es keine spezifischen Tipps.

Befolgen Sie unsere allgemeinen Tipps für die Zeit vor, während und nach einer Notsituation.

Rechtsextremisten können falsche Informationen verbreiten. Seien Sie kritisch gegenüber den Informationen, die Sie online lesen. Lesen Sie hier Tipps zum Umgang mit irreführenden Informationen.

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben rechtsextreme Akteure von weitreichendem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben:

  • Es gibt hybride oder separate Gruppen.
  • Häufig handelt es sich um kleine Gruppen, die hauptsächlich online tätig sind und schnell zerfallen.
  • Eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen ist nicht auszuschließen. Dabei kann es sich um rechtsextreme Gruppen untereinander handeln, aber auch z. B. um Hooligans oder Mitglieder von Motorradbanden.

Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren?

Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.

Wahrscheinlichkeit

Medium

Menschliche Auswirkung

Sehr gering

Gesellschaftliche Auswirkung

Sehr gering

Auswirkung auf die Umwelt

Keine Auswirkung

Finanzielle Auswirkung

Sehr gering

Was tun die Behörden?

Verschiedene öffentliche Partner und Sicherheitsdienste arbeiten täglich zusammen, um Terrorismus, Extremismus und Radikalisierung zu bekämpfen, z. B. das Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse (KOBA), die Staatssicherheit, die föderale Polizei, der Allgemeine Nachrichten- und Sicherheitsdienst, das Ministerium der Landesverteidigung und andere.

Sie tauschen Informationen aus, setzen die Strategie gegen Terrorismus und Extremismus um, einschließlich des Radikalisierungsprozesses (T.E.R.-Strategie), und arbeiten mit ausländischen Nachrichtendiensten zusammen.

Das KOBA nimmt auch punktuelle und strategische Bedrohungsanalysen auf einer Skala von 1 bis 4 vor.

  • Stufe 1 - Die Bedrohung ist gering.
  • Stufe 2 - Die Bedrohung ist mäßig.
  • Stufe 3 - Die Bedrohung ist ernst.
  • Stufe 4 - Die Bedrohung ist sehr ernst.

Auf der Grundlage dieser Analysen werden sichtbare und weniger sichtbare Vorsorge- und Schutzmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, wichtiger Personen und wichtiger Einrichtungen getroffen.

Für den Fall eines Terroranschlags oder einer Geiselnahme gibt es in Belgien einen nationalen Noteinsatzplan. Ein solcher Anschlag bzw. eine solche Geiselnahme hat in der Regel nationale Auswirkungen und erfordert eine sofortige Reaktion. Aus Sicherheitsgründen ist der Inhalt des Noteinsatzplans nicht öffentlich.