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Menschenhandel

Die Begriffe "Menschenhandel" und "Menschenschmuggel" werden oft gleichbedeutend verwendet, haben aber unterschiedliche Bedeutungen. Beim Menschenhandel wird eine Person Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen, z. B. Ausbeutung am Arbeitsplatz, erzwungene kriminelle Aktivitäten, erzwungene Organentnahme oder sexuelle Ausbeutung. Menschenhändler eignen sich die Einnahmen aus der Ausbeutung ihrer Opfer an.

Beim Menschenschmuggel entscheidet sich eine Person in der Regel freiwillig dafür, eine Vereinbarung mit einem Schlepper zu treffen, um ohne gültige Reisedokumente in ein anderes Land zu reisen. Migranten zahlen oft große Summen oder nehmen Schulden auf, um ihre Durchreise zu finanzieren. Der Zweck des Menschenschmuggels besteht darin, Menschen illegal über die Grenze zu bringen.

Was können Sie tun?

Sind Sie ein Opfer? Halten Sie eine Situation für besorgniserregend? Kontaktieren Sie die belgische Kontaktstelle für Opfer von Menschenhandel. Sie ist täglich rund um die Uhr unter der Nummer +32 78 055 800 erreichbar. In Belgien gibt es drei Fachzentren für Opfer von Menschenhandel und -schmuggel. Sie können sich auch immer an die Polizei wenden.

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben einen Menschenhandel und -schmuggel von erheblichem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben:

  • Ein Migrationsstrom von weniger als 10.000 Menschen pro Jahr.

Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren?

Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.

Wahrscheinlichkeit

Medium

Menschliche Auswirkung

Sehr gering

Gesellschaftliche Auswirkung

Gering

Auswirkung auf die Umwelt

Keine Auswirkung

Finanzielle Auswirkung

Gering

Was tun die Behörden?

Myria, das föderale Zentrum für Migration, ist in diesem Bereich zuständig und fördert den Kampf gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel. Myria übernimmt die Sekretariatsaufgaben des Interministeriellen Koordinationsbüros zur Bekämpfung des Menschenschmuggels und des Menschenhandels.

Das Interministerielle Koordinationsbüro zur Bekämpfung des Menschenschmuggels und des Menschenhandels (IKB) fungiert als nationales Organ zur Koordination der Politik im Bereich Menschenhandel und Menschenschmuggel, dessen Vorsitzender der Minister der Justiz ist. Das IKB vereint alle föderalen Akteure, ob strategisch oder operativ, die im Kampf gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel engagiert sind, und ist für die Entwicklung der belgischen Politik in diesem Bereich zuständig.

Als unabhängiger nationaler Berichterstatter veröffentlicht Myria jedes Jahr einen unabhängigen und öffentlichen Bericht, der die Entwicklungen und Ergebnisse der Bekämpfung des Menschenhandels und des Menschenschmuggels bewertet.