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Wind und Sturm

Extremer Wind wird als Sturm oder Orkan bezeichnet. Folgendes wird unterschieden: 

  • Sturm: durchschnittliche Windgeschwindigkeit ab 75 km/h (9 Beaufort), 
  • schwerer Sturm: durchschnittliche Windgeschwindigkeit ab 89 km/h (10 Beaufort), 
  • sehr schwerer Sturm: durchschnittliche Windgeschwindigkeit ab 103 km/h (11 Beaufort), 
  • Orkan: durchschnittliche Windgeschwindigkeit ab 117 km/h (12 Beaufort). 

Ein Tornado oder ein Fallwind gehören nicht zu dieser Klassifizierung. Lesen Sie hier mehr über dieses Risiko. 

Was können Sie tun? 

VOHRER

  • Stellen Sie sicher, dass keine Dachziegel locker sind. 
  • Reinigen Sie jährlich Ihre Regenrinnen
  • Sichern Sie lose Gegenstände oder bringen Sie sie nach drinnen, z.B. Gartenmöbel, Trampolin usw. 
  • Lassen Sie Ihren Schornstein regelmäßig überprüfen (Einsturzgefahr). 
  • Verfolgen Sie die Wettervorhersagen (z.B. über Radio, Fernsehen, die Website oder App des KMI), um zu wissen, wann mit Unwettern zu rechnen ist. 
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Haustiere drinnen sind. 
  • Installieren Sie bei der Anlage einen zentralen Überspannungsableiter, um Ihr Stromnetz vor Blitzeinschlägen zu schützen. Gegebenenfalls können Sie einen dezentralen Überspannungsableiter verwenden, den Sie direkt an eine Steckdose anschließen. 

WÄHREND

  • Begeben Sie sich nach drinnen und bleiben Sie dort. Schließen Sie Fenster und Türen. 
  • Verfolgen Sie den Wetterbericht und befolgen Sie die Empfehlungen. 
  • Brauchen Sie die Hilfe der Feuerwehr
    • Reichen Sie Ihre Anfrage über den digitalen Schalter 1722.be oder das elektronische Formular Ihrer lokalen Hilfeleistungszone ein. 
    • Rufen Sie die Nummer 1722 an, wenn diese Nummer aktiviert ist. 
    • Halten Sie die Notrufnummer 112 frei für Personen in Lebensgefahr. 
  • Befindet sich jemand möglicherweise in Lebensgefahr? Rufen Sie immer die 112 an. 
  • Melden Sie Schäden oder besondere Phänomene über die App des KMI. So kann das KMI andere Personen frühzeitig warnen und Sie tragen dazu bei, zukünftige Wettervorhersagen zu verbessern. 

Müssen Sie sich fortbewegen? 

  • Suchen Sie niemals Schutz unter einem Baum, wenn starker Wind weht. 
  • Fahren Sie nicht auf überfluteten Straßen. Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht in der Nähe von Bäumen. 

Gibt es Blitze? 

  • Schalten Sie die elektronischen Geräte aus. Ziehen Sie anschließend den Stecker dieser Geräte. 
  • Suchen Sie niemals Schutz unter einem Baum. 
  • Laufen Sie nicht während eines Blitzschlags. Bleiben Sie stehenund gehen Sie in die Hocke
  • Halten Sie sich von metallischen Gegenständen fern. 

NACHHER

  • Berühren Sie keine elektrischen Kabel, die auf den Boden gefallen sind. 

Haben Sie Schäden? 

  • Brauchen Sie die Hilfe der Feuerwehr
    • Reichen Sie Ihre Anfrage über den digitalen Schalter 1722.be oder das elektronische Formular Ihrer lokalen Hilfeleistungszone ein. 
    • Rufen Sie die Nummer 1722 an, wenn diese Nummer aktiviert ist. 
    • Halten Sie die Notrufnummer 112 frei für Personen in Lebensgefahr
  • Sie brauchen keine Hilfe der Feuerwehr? Wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachbetrieb oder reparieren Sie den Schaden selbst (zum Beispiel bei einem umgestürzten Baum im Garten, einem beschädigten Gartenhaus oder Hagelschäden an Ihrem Auto). 
  • Machen Sie Fotos von den beschädigten Stellen: Diese können für Ihre Versicherungsunterlagen nützlich sein. 
  • Kontaktieren Sie so bald wie möglich Ihre Versicherungsgesellschaft. Sie wird alle Ihre Fragen beantworten und Ihnen helfen, das Verfahren zur Regulierung des Schadens einzuleiten. 
  • Informieren Sie sich, ob der Katastrophenfonds in Ihrem Fall einspringen wird. 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit 

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben einen Sturmwind von erheblichem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben: 

  • Ein Sturmwind mit Böen von 110 bis 129 km/h trifft eine oder zwei Provinzen (insbesondere in Küstennähe) während einiger Stunden bis zu einem Tag. 
  • Der Sturm wird ab dem Mittag erwartet. 

Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren?

Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.

Wahrscheinlichkeit

Hoch

Menschliche Auswirkung

Sehr gering

Gesellschaftliche Auswirkung

Sehr gering

Auswirkung auf die Umwelt

Keine Auswirkung

Finanzielle Auswirkung

Sehr gering

Was tun die Behörden? 

Das KMI gibt Warnungen vor heftigem Wind, starken Regenfällen und Gewittern heraus. Diese Warnungen erfolgen in Form von Farbcodes. Auf der Grundlage dieser Farbcodes ergreifen die lokalen oder provinzialen Behörden verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden, beispielsweise die Absperrung bestimmter Gebiete oder die Absage von Veranstaltungen. 

Bei einem Sturm oder einem heftigen Gewitter erhält die Feuerwehr manchmal viele Anrufe. Um eine Überlastung der Notrufnummern zu verhindern, gibt es mehrere Lösungen: 

  • Sie können eine Anfrage über den digitalen Schalter 1722.be einreichen. Dieser digitale Schalter ist jederzeit erreichbar, auch wenn kein Gewitter (oder angekündigter Sturm) herrscht. Einige Hilfeleistungszonen verfügen auch über ein eigenes elektronisches Formular
  • Der Föderale Öffentliche Dienst Inneres kann die Nummer 1722 aktivieren. Sie können diese Nummer anrufen, wenn Sie eine nicht dringende Feuerwehrhilfe benötigen, z.B. bei einer überschwemmten Straße, bei Schäden am Dach usw. 

Halten Sie die Notrufnummer 112 frei für Personen in Lebensgefahr.