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Kältewelle

Eine Kältewelle ist ein zusammenhängender Zeitraum von mindestens fünf Tagen, in dem die Höchsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt bleiben und die Tiefsttemperaturen an mindestens drei Tagen dieses Zeitraums unter -10 Grad liegen (= strenger Frost). 

Was können Sie tun?

VORHER 

  • Überprüfen Sie vor dem Winter, ob Ihre Heizgeräte noch ordnungsgemäß funktionieren. 
  • Überprüfen Sie die Dämmung der Leitungen: Kälte kann sie beschädigen und dazu führen, dass die Heizung ausfällt. 
  • Überprüfen Sie Ihr Auto. Sehen Sie z.B. Winterreifen vor. 
  • Legen Sie eine Decke, einen Eiskratzer und eine Wasserflasche in Ihr Auto. 

WÄHREND 

  • Bleiben Sie so viel wie möglich drinnen. 
  • Hören Sie den Wetterbericht und befolgen Sie die Empfehlungen oder Warnungen zur Verkehrssicherheit. 
  • Melden Sie Glatteis über die App des KMI. So können die Streudienste schneller eingreifen. 

Im Haus: 

  • Stellen Sie den Thermostat auf eine minimale Raumtemperatur ein, die noch angenehm ist. Vermeiden Sie zu hohe Temperaturen. 
  • Lüften Sie Ihre Wohnung jeden Tag 10 Minuten lang. 
  • Schließen Sie die Räume, die Sie nicht oder selten benutzen. 
  • Denken Sie an Ihre Haustiere. Lassen Sie sie drinnen oder sorgen Sie dafür, dass sie ausreichend Futter und Trinkwasser haben. 
  • Vermeiden Sie CO-Vergiftungen. Benutzen Sie einen offenen Kamin, einen Kohle-, Petroleum- oder Pelletofen oder einen Gas-Durchlauferhitzer? Heizen Sie Ihre Wohnung mit Gas oder Heizöl? Treffen Sie die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen. 

Müssen Sie nach draußen? 

NACHHER  

Vorsicht bei Tauwetter: Gefrorene Leitungen können beschädigt und undicht werden. 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit 

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben eine Kältewelle von erheblichem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben: 

  • Das Phänomen betrifft 5 bis 10 Provinzen während 7 bis 14 Tagen. 
  • Die Tiefsttemperaturen liegen in einem Zeitraum von 3 bis 7 Tagen unter -10 °C, dabei an mindestens zwei Tagen unter -15 °C. 
  • Die Windgeschwindigkeit beeinflusst das Temperaturempfinden. Während mindestens der Hälfte der Kältewelle bleiben die Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h. 

Wie kann man diese Ergebnisse lesen?  

Im Rahmen des BNRA haben die Experten pro Risiko drei Szenarien bewertet: erheblich, weitreichend oder extrem.  

Jede Seite zeigt die Ergebnisse des Szenarios, für das das Ergebnis Wahrscheinlichkeit x Auswirkung am höchsten ist. Das bedeutet nicht, dass dieses Szenario in dieser Weise eintreten wird oder dass es das wahrscheinlichste ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.  

 

Wahrscheinlichkeit

Gering

Menschliche Auswirkung

Gering

Gesellschaftliche Auswirkung

Gering

Auswirkung auf die Umwelt

Sehr gering

Finanzielle Auswirkung

Sehr gering

Was tun die Behörden? 

Das KMI überwacht die Wetterlage genau und gibt Warnungen bei einer (erwarteten) Kältewelle heraus. Diese Warnungen erfolgen in Form von Farbcodes. Auf der Grundlage dieser Farbcodes können lokale oder regionale Behörden verschiedene Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel: 

  • Einrichtung von Winterunterkünften für Obdachlose, 
  • Umsetzung eines Plans für den Winterdienst, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. 

Weitere Informationen finden Sie hier: