Hitzewelle/Sommerhitze
Was können Sie tun?
Lesen Sie weitere Tipps auf der Website der Wallonischen Agentur für Lebensqualität (AVIQ).
VOHRER
- Verfolgen Sie die Wettervorhersagen (z.B. über Radio, Fernsehen, die Website oder App des KMI), um zu wissen, wann es heiß werden wird.
- Wenn Sie einer Risikogruppe angehören (z.B. Herzpatienten, ältere Menschen, ...), fragen Sie Ihren Hausarzt nach den Risiken für Ihre Gesundheit.
- Wenn Sie Medikamente einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob diese bei heißem Wetter negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben können.
- Wenn Sie Personen kennen, die möglicherweise Hilfe benötigen, schauen Sie bei ihnen vorbei, um ihnen zu helfen, sich vorzubereiten.
WÄHREND
- Trinken Sie reichlich, mehr als sonst. Warten Sie nicht, bis Sie Durst haben. Wasser ist besser als Softdrinks.
- Sind Sie unterwegs und müssen lange im Bus, Zug oder Auto sitzen? Nehmen Sie eine Flasche Wasser mit.
- Setzen Sie eine Kappe oder einen Hut auf.
- Ist es draußen sehr heiß? Meiden Sie die Sonne und bleiben Sie drinnen, bis es etwas kühler ist. Falls das nicht geht, bleiben Sie so viel wie möglich im Schatten oder suchen Sie einen kühlen Ort (Dienstleistungszentrum, Bibliothek, Einkaufszentrum usw.) auf, wenn es bei Ihnen zu Hause zu heiß ist.
- Vermeiden Sie schwere körperliche Anstrengungen oder Sport, vor allem in der heißesten Zeit des Tages.
- Befeuchten Sie regelmäßig Ihre Stirn und Ihren Hals.
- Tragen Sie helle leichte Kleidung.
- Schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne: Verwenden Sie eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor (mindestens Faktor 30, besser höher).
- Wenn Sie unter Krämpfen, hohem Fieber, Kopfschmerzen oder Ohnmachtsanfällen leiden, rufen Sie Ihren Hausarzt an.
- Rufen Sie sofort die 112 an, wenn Ihre Körpertemperatur sehr hoch ist (40 °C oder mehr).
- Lassen Sie keine Menschen oder Tiere in einem geparkten Fahrzeug zurück.
NACHHER
- Konsultieren Sie Ihren Hausarzt, wenn sich Ihr Zustand nicht bessert.
- Trinken Sie weiterhin ausreichend.
- Ruhen Sie sich ausreichend aus.
Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit
Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben eine Hitzewelle von erheblichem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben:
- Eine Hitzewelle dauert weniger als 15 Tage und betrifft 5 bis 10 Provinzen.
- Es ist während 5 bis 10 Tagen 30 °C warm. An mindestens zwei Tagen steigt die Höchsttemperatur auf über 35 °C. Die durchschnittliche Nachttemperatur bleibt unter 20 °C.
Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren?
Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.
Wahrscheinlichkeit
Hoch
Menschliche Auswirkung
Medium
Gesellschaftliche Auswirkung
Sehr gering
Auswirkung auf die Umwelt
Sehr gering
Finanzielle Auswirkung
Sehr gering
Was tun die Behörden?
Die verschiedenen Behörden in Belgien haben einen Ozon- und Hitzeplan. Dieser Plan besteht aus drei Phasen:
- Wachsamkeitsphase: jedes Jahr vom 15. Mai bis zum 30. September,
- Warnphase: wenn der Temperaturschwellenwert überschritten wird,
- Alarmphase, wenn:
- der Temperaturschwellenwert für die Warnphase erreicht ist,
- die für den Tag vorhergesagte Höchsttemperatur 28°C erreicht oder überschreitet,
- an mindestens einer Messstelle eine zu hohe Ozonkonzentration gemessen wird,
- zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.
Jede Regionalbehörde ergreift in einer Wachsamkeits- oder Warnphase Maßnahmen, beispielsweise zur Unterstützung von Fachkräften, die mit gefährdeten Gruppen arbeiten:
- Warmteactieplan (Hitzeaktionsplan, Flandern),
- Plan forte chaleur et pics d’ozone / Ozon- en hitteplan (Ozon- und Hitzeplan, Brüssel),
- Ozon- und Hitzeplan (Wallonie).
Bei der Auslösung einer Alarmphase übernehmen die Föderalbehörden eine koordinierende Rolle.