Flussüberschwemmung (oder Hochwasser anderer Wasserläufe)
Ein Flussüberschwemmung tritt auf, wenn ein Wasserlauf über die Ufer tritt. Dabei werden angrenzende niedrige Gebiete überschwemmt.
Ursachen und Folgen
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Was können Sie tun?
VORHER
- Informieren Sie sich über Gebiete, die anfällig für Überschwemmungen sind.
- Schützen Sie Ihr Wohnhaus gegen Wasserschäden. Lesen Sie die Tipps des ÖDW Umwelt.
- Halten Sie Ihre Dachrinnen und Gräben sauber und frei.
- Sehen Sie Materialien zur Abdichtung von Kellerluken, Schächten usw. vor.
- Sehen Sie Erhöhungsmaterial für die Wohnbereiche im Erdgeschoss und für den Keller vor, zum Beispiel Ziegelsteine oder Sandsäcke.
- Stellen Sie Stiefel, Eimer und Wasserschieber bereit.
- Schützen Sie Ihre wichtigen Papiere und Wertsachen vor Wasser, indem Sie sie zum Beispiel erhöht aufbewahren.
- Achten Sie darauf, dass Sie wissen, wo Sie Gas und Strom abschalten können.
WÄHREND
Brauchen Sie die Hilfe der Feuerwehr?
- Reichen Sie Ihre Anfrage über den digitalen Schalter 1722.be oder das elektronische Formular Ihrer lokalen Hilfeleistungszone ein.
- Rufen Sie die Nummer 1722 an, wenn diese Nummer aktiviert ist.
- Halten Sie die Notrufnummer 112 frei für Personen in Lebensgefahr.
- Lesen Sie hier, was bei einer Evakuierung zu tun ist.
- Nehmen Sie Ersatzkleidung und Stiefel mit.
- Schließen Sie die Hauptabsperrventile für Gas und Wasser und schalten Sie den Strom ab. Verriegeln Sie Fenster und Türen.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Rettungsdienste.
NACHHER
- Putzen Sie Ihr Haus und desinfizieren Sie die beschädigten Bereiche.
- Lüften Sie die Räume ausreichend, aber heizen Sie sie auch, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Befolgen Sie die Empfehlungen der Behörden zur Verwendung von Leitungswasser.
Sie brauchen keine Hilfe der Feuerwehr?
- Wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachbetrieb oder reparieren Sie den Schaden selbst (zum Beispiel bei einem umgestürzten Baum im Garten, einem beschädigten Gartenhaus oder Hagelschäden an Ihrem Auto).
- Halten Sie die Notrufnummer 112 frei für Personen in Lebensgefahr.
- Rufen Sie die Nummer 1722 an, wenn diese Nummer aktiviert ist. Reichen Sie Ihre Anfrage über den digitalen Schalter 1722.be oder das elektronische Formular Ihrer lokalen Hilfeleistungszone ein.
Haben Sie Schäden?
- Brauchen Sie die Hilfe der Feuerwehr?
- Lesen Sie weitere Tipps auf der Website des ÖDW Umwelt.
- Informieren Sie sich, ob der Katastrophenfonds in Ihrem Fall einspringen wird.
- Kontaktieren Sie so bald wie möglich Ihre Versicherungsgesellschaft. Sie wird alle Ihre Fragen beantworten und Ihnen helfen, das Verfahren zur Regulierung des Schadens einzuleiten.
- Machen Sie Fotos von den beschädigten Stellen: Diese können für Ihre Versicherungsunterlagen nützlich sein.
Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit
Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben ein Flusshochwasser von beträchtliche Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben:
- Einige Dörfer in einem lokal begrenzten und dünn besiedelten Gebiet sind betroffen. Weniger als 10 Gemeinden sind beeinträchtigt.
- Die Fließgeschwindigkeit des Wassers ist relativ gering (< 1 m/s). Die Menge der im Wasser treibenden Trümmer ist begrenzt. Das Wasser reißt keine Menschen mit sich.
- Die maximale Überflutungshöhe beträgt weniger als 0,3 m. Dies ist die maximale Höhe, die das Wasser über dem Boden erreicht.
- Das betroffene Gebiet bleibt weniger als einen Tag lang überschwemmt.
Wie soll man diese Ergebnisse lesen?
Innerhalb der BNRA bewerteten Experten jeweils drei Szenarien pro Risiko: erheblich, groß oder extrem.
Auf jeder Seite findest du die Ergebnisse des Szenarios, bei dem der Wert aus Wahrscheinlichkeit × Auswirkung am höchsten ist.
Das bedeutet nicht, dass dieses Szenario tatsächlich so eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lies hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren(auf Französisch).
Wahrscheinlichkeit
Hoch
Menschliche Auswirkung
Sehr gering
Gesellschaftliche Auswirkung
Sehr gering
Auswirkung auf die Umwelt
Gering
Finanzielle Auswirkung
Gering
Was tun die Behörden?
- Um Überschwemmungsschäden zu vermeiden, ergreifen die Regionalbehörden verschiedene vorbeugende Maßnahmen, beispielsweise die Auferlegung von Bauvorschriften, die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten oder den Bau zusätzlicher Infrastrukturen (Schleusen, Pumpstationen usw.).
- Die Regionalbehörden überwachen ferner in Zusammenarbeit mit dem KMI kontinuierlich den Zustand der Gewässer. Auf der Grundlage von Beobachtungen, Wettervorhersagen und Schwellenwerten versuchen sie, das Überschwemmungsrisiko vorherzusagen. Werden diese Schwellenwerte überschritten, benachrichtigen sie die lokalen, provinzialen und nationalen Behörden.
- Führt das steigende Wasser zu einer Überschwemmung, wenden die lokalen und provinzialen Behörden ihren besonderen Noteinsatzplan für Überschwemmungen an.