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Ausfall der Elektrizitätsversorgung

Probleme bei der Elektrizitätsversorgung können auf unterschiedliche Weise auftreten. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Stromausfall handeln, bei dem die gesamte oder ein Teil der Stromversorgung vorübergehend unterbrochen wird, z. B. für Haushalte, Unternehmen oder wichtige Systeme. In schwerwiegenderen Fällen spricht man von einer Stromkrise. Das bedeutet, dass es eine erhebliche Stromknappheit gibt oder geben könnte. Eine solche Situation kann zu Spannungsabfällen oder einem totalen Stromausfall (Blackout) führen.

Was können Sie tun?

VORHER

 

Vermeiden Sie Energieverschwendung. So verringern Sie auch das Risiko einer Stromknappheit. 

  • Schalten Sie die Beleuchtung und unnötige Geräte aus. 
  • Stellen Sie das Thermostat niedriger ein. 
  • Benutzen Sie Geräte wie Waschmaschine und Geschirrspüler vorzugsweise nach 22 Uhr. 

Im Fall von geplanten Bauarbeiten oder bei Aktivierung eines Abschaltplans wegen Stromknappheit wissen Sie manchmal schon im Voraus, dass Sie einige Zeit lang keinen Strom haben werden. Wenden Sie folgende Tipps an: 

  • Stellen Sie sicher, dass der Akku Ihres Mobiltelefons ausreichend geladen ist. Besorgen Sie bei Bedarf ein vollständig geladenes mobiles Ladegerät. 
  • Sehen Sie kalt verzehrbare Nahrung und warmes Wasser vor. 
  • Halten Sie Ihr Gefriergerät geschlossen. So tauen Lebensmittel bei einem Stromausfall von drei bis vier Stunden nicht auf. Sie können zur Kontrolle eine Tüte Eiswürfel hineinlegen. Ist das Eis nicht geschmolzen, sind die Lebensmittel nicht verdorben. 

WÄHREND  

 

  • Ziehen Sie den Stecker von empfindlichen Elektrogeräten, um beim Wiedereinschalten Schaden durch Überspannung zu vermeiden. 
  • Beachten Sie die Anweisungen der Behörden. 
  • Verwenden Sie vorzugsweise Taschenlampen statt Kerzen. 
  • Vermeiden Sie, Kühlschrank oder Gefriergerät unnötig zu öffnen. 
  • Beschränken Sie Ihre Autofahrten. Ampelanlagen können nämlich ausfallen. 

NACHHER 

 

  • Schalten Sie Elektrogeräte nicht gleichzeitig ein. Geben Sie dem System Zeit, sich zu stabilisieren. 
  • Überprüfen Sie, ob die Lebensmittel im Kühlschrank und im Gefriergerät nicht verdorben sind. Falls Sie zweifeln, werfen Sie sie weg. 
  • Zur Kontrolle können Sie eine Tüte Eiswürfel in das Gefriergerät legen.  Sind die Eiswürfel geschmolzen bzw. wieder gefroren, besteht die Gefahr, dass die Lebensmittel verdorben sind. 
  • In einem Gefriergerät, das bei einem Stromausfall geschlossen bleibt, bleiben die Lebensmittel je nach Temperatur noch 24 oder gar 36 Stunden lang gefroren.  In diesem Fall können sie weiterhin gefahrlos verzehrt werden. 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit 

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben eine Störung der Elektrizitätsversorgung von extremem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario theoretisch wie folgt beschrieben: 

  • Ein landesweiter Stromausfall, der mindestens einen Tag andauert.  
  • Ein vollständiger Neustart ("Schwarzstart") ist erforderlich und mehrere kritische Standorte des Stromnetzes sind beschädigt.  
  • Der Import von Elektrizität aus den Nachbarländern ist begrenzt oder unmöglich.

Wie sollten Sie diese Ergebnisse interpretieren? 

Im Rahmen der BNRA haben Expertinnen und Experten für jedes Risiko drei Szenarien bewertet: erheblichem, weitreichendem, oder extrem. Auf jeder Seite finden Sie die Ergebnisse des Szenarios mit der höchsten Bewertung, basierend auf der Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Szenario eintreten wird oder am wahrscheinlichsten ist. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.

Wahrscheinlichkeit

Sehr gering

Menschliche Auswirkung

Medium

Gesellschaftliche Auswirkung

Hoch

Auswirkung auf die Umwelt

Sehr gering

Finanzielle Auswirkung

Medium

Was tun die Behörden? 

Der FÖD Wirtschaft überwacht die Elektrizitätsversorgung. Der Kapazitätsmechanismus  ("CRM") gewährleistet die Sicherheit der Stromversorgung nach der geplanten Abschaltung der Kernkraftwerke. Dieser Mechanismus unterstützt auch die Energiewende.  

 

Es gibt zwei Verfahren zur Bewältigung von Stromausfällen: 

  • ein Verfahren bei Stromknappheit 
  • ein Verfahren bei plötzlichen Zwischenfällen 

Bei einem Stromausfall gibt es verschiedene Maßnahmen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Stromangebot und -nachfrage, z.B. das Hochfahren der Erzeugungskapazität oder die Aufforderung zur Senkung des Energieverbrauchs.  Nur wenn es keine andere Möglichkeit gibt, wird der Abschaltplan aktiviert. 

Unter Abschaltung (Brownout) versteht man die punktuelle Unterbrechung der Stromversorgung für bestimmte Verbraucher in bestimmten Gebieten des Landes. So bleibt die Funktionsfähigkeit des Netzes gewährleistet und kann ein allgemeiner Stromausfall (Blackout), bei dem das gesamte Hochspannungsnetz des Landes bzw. große Teile davon ohne Strom sein würden, vermieden werden.  Weitere Informationen über den Abschaltplan.