Andere offizielle Informationen und Dienste: www.belgium.be

Krankheiten landwirtschaftlicher Pflanzen & Pest

Krankheiten und Schädlinge bei landwirtschaftlichen Pflanzen umfassen folgende Situationen: bakterieller Befall, Pilzinfektion, Ausbrüche von Viruskrankheiten und Befall durch Schadinsekten. Diese Krankheiten und Schädlinge werden nicht nur durch Umweltfaktoren verbreitet, sondern auch durch den globalen Handel, Reisen, Verkehr und Transport.  

Eine Krankheit, die wichtige Nutzpflanzen befällt, kann zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion führen und die Auswahl an Nahrungsmitteln einschränken.  

Ursachen und Folgen

Was können Sie tun?

VORHER

  • Arbeiten Sie mit krankheitsresistenten Pflanzensorten, um das Risiko von Krankheiten zu verringern. 
  • Vermeiden Sie Monokulturen durch Fruchtfolge und Anbaudiversifizierung. Dadurch werden Krankheiten und Schädlingsbefall eingedämmt.  
  • Kontrollieren Sie das Pflanzenmaterial vor der Verwendung gründlich auf Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen. 

WÄHREND

DANACH

  • Entfernen und vernichten Sie kontaminierte Pflanzenreste, um eine Ausbreitung zu verhindern. 
  • Wenden Sie bei Ihrer nächsten Bepflanzung das System der Fruchtfolge an, um das Risiko eines erneuten Auftretens von Schädlingen und Krankheiten zu minimieren. 
  • Melden Sie den zuständigen Behörden (wie der FASNK) verdächtige Schädlinge und Krankheiten, damit eine angemessene Überwachung und entsprechende Maßnahmen eingerichtet werden können. 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben eine Krankheit oder Schädlinge bei landwirtschaftlichen Pflanzen von weitreichendem  Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario in der Theorie wie folgt beschrieben: 

  • Eine hochansteckende und leicht übertragbare Krankheit oder ein entsprechender Schädling beeinträchtigt Lebensmittelquellen von großer nationaler oder europäischer Bedeutung. 
  • Mehrere Pflanzenarten sind betroffen.  
  • Es gibt eine Behandlung, die jedoch nur in begrenztem Umfang zur Verfügung steht. 

Wie kann man diese Ergebnisse lesen?

Im Rahmen des BNRA haben die Experten pro Risiko drei Szenarien bewertet: erheblich, weitreichend oder extrem. Jede Seite zeigt die Ergebnisse des Szenarios, für das das Ergebnis Wahrscheinlichkeit x Auswirkung am höchsten ist. Das bedeutet nicht, dass dieses Szenario in dieser Weise eintreten wird oder dass es das wahrscheinlichste ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.  
 

Wahrscheinlichkeit

Medium

Menschliche Auswirkung

Medium

Gesellschaftliche Auswirkung

Medium

Auswirkung auf die Umwelt

Keine Auswirkung

Finanzielle Auswirkung

Gering

Was tun die Behörden?

Rechtsvorschriften und politische Maßnahmen zum Pflanzenschutz sind innerhalb der Europäischen Union harmonisiert. Für jeden Schadorganismus (Insekten, Bakterien, Pilze, Viren, ...) sind Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen festgelegt, die die Mitgliedstaaten ergreifen können, beispielsweise die Vernichtung befallener Pflanzen.   

 In Belgien ist die GD Tiere, Pflanzen und Nahrung des FÖD Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt für die Schaffung des rechtlichen Rahmens dieser Maßnahmen verantwortlich. Dieser Dienst trägt Informationen zusammen, erarbeitet spezifische Rechtsvorschriften, weist Schutzgebiete aus, bereitet die internationale Pflanzenschutzpolitikvor, koordiniert diese und wacht über ihre Einhaltung usw.  

Die Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) kontrolliert vor Ort, ob diese Rechtsvorschriften eingehalten werden, z. B. an strategischen Einfuhrstellen sowie in der belgischen Produktion und im dortigen Handel. Ebenso ergreift sie Bekämpfungsmaßnahmen, wenn Krankheitserreger identifiziert werden. 

Das Diagnosecentrum voor Planten (DCP) (Diagnosezentrum für Pflanzen), das zum Vlaams Instituut voor Landbouw, Visserij- en Voedingsonderzoek (ILVO) (Flämisches Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung) gehört, und das Wallonische Zentrum für agronomische Forschung (CRA-W) sind die nationalen Referenzlabore für Pflanzengesundheit und untersuchen Pflanzen und Pflanzenprodukte auf Schadorganismen. Diese Labore stehen Landwirten, Beratern, Privatpersonen, Forschungszentren und öffentlichen Diensten zur Verfügung.