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Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten sind Krankheiten, die man sich über eine andere Person, ein Tier oder einen kontaminierten Gegenstand, beispielsweise eine Türklinke, zuziehen kann.  Diese Krankheiten werden unter anderem durch Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze verursacht. Diese können sich in der Umgebung ausbreiten und auf den Menschen übertragen werden.  Solche Krankheiten können vor allem gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Kinder, Schwangere oder immungeschwächte Personen schwer treffen.  

Eine Epidemie ist eine Krankheit, die innerhalb kurzer Zeit viele Menschen in einem bestimmten Gebiet trifft. Wenn sich eine Epidemie weltweit ausbreitet, spricht man von einer Pandemie, wie es beim Covid-19-Virus der Fall war. Vor allem im Winter kann es alle zwei bis fünf Jahre zu einer schweren Epidemie von Atemwegserkrankungen kommen, die durch die saisonale Grippe, COVID oder eine Kombination anderer Atemwegsviren verursacht wird. 

Ursachen und Folgen

Ursachen

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Was können Sie tun?

VORHER

  • Achten Sie auf gute persönliche Hygiene und waschen Sie sich regelmäßig die Hände. So schützen Sie sich vor dem Kontakt mit Krankheitserregern. 
  • Lüften Sie regelmäßig oder sorgen Sie für eine angemessene Belüftung in gemeinschaftlichen Räumen.  
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit einer erkrankten Person.  
  • Lassen Sie sich auf Anraten Ihres Hausarztes gegen die betreffenden Krankheiten impfen
  • Informieren Sie sich über Gesundheitsvorkehrungen. Reisen Sie vielleicht in ein Land, in dem eine Infektionskrankheit herrscht? Entsprechende Reisehinweise finden Sie auf der Website des FÖD Auswärtige Angelegenheiten.

Weitere Tipps auf der Website Departement Zorg

WÄHREND

Sie sind erkrankt:  

  • Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Grippesymptome haben oder sich nicht wohl fühlen. 
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch, einer Maske oder Ihrem Arm, wenn Sie niesen oder husten müssen. 
  • Waschen Sie sich regelmäßig mit Wasser und Seife die Hände, auf jeden Fall nach dem Husten, Niesen und Naseputzen.  
  • Verwenden Sie Papiertaschentücher, die Sie in einen geschlossenen Abfallbehälter werfen können.  
  • Gehen Sie nicht zur Schule, zur Arbeit oder an einen anderen öffentlichen Ort, wenn Sie erkrankt sind.  
  • Tragen Sie einen Mundschutz, wenn Sie sich in der Nähe anderer Personen aufhalten oder wenn Sie das Haus verlassen müssen. 
  • Trinken Sie viel Wasser (1,5 Liter pro Tag).  
  • Lüften Sie regelmäßig oder sorgen Sie für eine angemessene Belüftung in Ihrer Wohnung. 

Jemand aus Ihrer Familie bzw. in Ihrem Bekanntenkreis ist erkrankt:  

  • Waschen Sie sich regelmäßig mit Wasser und Seife die Hände.  
  • Trinken Sie nicht aus demselben Glas und essen Sie nicht von demselben Teller wie die erkrankte Person. 
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit der erkrankten Person.  
  • Tragen Sie gegebenenfalls einen Mundschutz.  
  • Lüften Sie regelmäßig oder sorgen Sie für eine angemessene Belüftung in gemeinschaftlichen Räumen.  
  • Desinfizieren Sie Oberflächen, die oft berührt werden, wie Türklinken, Wasserhähne usw. 

DANACH

Waschen Sie die Wäsche der erkrankten Person bei 60 °C oder mehr. 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit 

Die Zahlen zur Wahrscheinlichkeit und zu den Auswirkungen beschreiben eine Infektionskrankheit von weitreichendem Ausmaß. Im BNRA wird ein solches Szenario in der Theorie wie folgt beschrieben: 

  • Eine Krankheit überträgt sich über das Blut, durch Kontakt oder über die Luft, mit einer mittleren bis hohen Sterblichkeitsrate.  
  • Obwohl es Behandlungsmöglichkeiten gibt, bleibt der Druck auf die Krankenhauskapazität hoch. 

Wie kann man diese Ergebnisse lesen?

Im Rahmen des BNRA haben die Experten pro Risiko drei Szenarien bewertet: erheblich, weitreichend oder extrem. Jede Seite zeigt die Ergebnisse des Szenarios, für das das Ergebnis Wahrscheinlichkeit x Auswirkung am höchsten ist. Das bedeutet nicht, dass dieses Szenario in dieser Weise eintreten wird oder dass es das wahrscheinlichste ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.  

Wahrscheinlichkeit

Hoch

Menschliche Auswirkung

Medium

Gesellschaftliche Auswirkung

Gering

Auswirkung auf die Umwelt

Keine Auswirkung

Finanzielle Auswirkung

Gering

Was tun die Behörden?

Sciensano überwacht jeden Winter Intensität und Schweregrad der Atemwegsinfektionen. Auf der Grundlage dieser Daten wird ein Farbcode (grün, gelb, orange, rot) zugewiesen, um die Risikostufe zu bewerten. Jeder Farbcode geht mit einer Reihe von Empfehlungen für die Bevölkerung und die Gesundheitsfachkräfte einher, z. B. der Winterplan Atemwegsinfektionen.  

Pflegeanbieter, die eine Infektionskrankheit feststellen, müssen diese den zuständigen Diensten melden, nämlich:  

Dadurch kann die Quelle gefunden und die Ausbreitung eingeschränkt werden.  

Bei einer Bedrohung für Volksgesundheit ergreifen die Gesundheitsbehörden Maßnahmen, um die Risiken für die belgische Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die Risk Assessment Group (RAG) analysiert die Risiken für die Bevölkerung und stützt sich dabei auf epidemiologische und wissenschaftliche Daten. Auf der Grundlage der Stellungnahme dieser Gruppe beschließt die Risk Management Group (RMG), welche Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ergriffen werden müssen.   
 

Im Falle einer schwerwiegenden Bedrohung kann der Generic Preparedness Plan aktiviert werden. Dabei handelt es sich um ein Vereinbarungsprotokoll der verschiedenen Gesundheitsbehörden. Gemeinsam ergreifen sie Maßnahmen und koordinieren ihre Mittel, um das Risiko und seine Ausbreitung zu minimieren. Dabei sind drei Phasen zu unterscheiden: 

  • Phase 1: die ansteckende Krankheit vom Land fernhalten. Hausärzte und Krankenhäuser sind darauf vorbereitet, Personen mit Symptomen zu erkennen und zu behandeln.  
  • Phase 2: die Ausbreitung der Krankheit stoppen. Weist jemand Symptome auf, versuchen Ärzte und Krankenhäuser, weitere Infektionen zu verhindern, indem sie die Kontakte nachverfolgen.  
  • Phase 3: die Krankenhauskapazität verwalten.  
    • Die Gesundheitsbehörden prüfen, wo zusätzliche Kapazitäten erforderlich sind, wie Patienten am besten auf die verschiedenen Krankenhäuser verteilt und welche Krankenhausaufenthalte aufgeschoben werden können.  
    • Bei einer großen Zahl von Infektionen kann das Nationale Krisenzentrum eine koordinierende Rolle übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt kann die Regierung zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um eine Ausbreitung der Epidemie zu verhindern.  

  

Internationale Organisationen wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) überwachen die Situation auf (inter)nationaler Ebene.