Andere offizielle Informationen und Dienste: www.belgium.be

Cyberangriff auf eine lebenswichtige Infrastruktur

Cyberangriffe können sowohl auf digitale als auch auf physische kritische Infrastrukturen abzielen und deren Funktionsfähigkeit und Betrieb stören. 

Kritische Infrastrukturen bieten wesentliche Dienste an, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft unerlässlich sind, z. B.: Energie (Strom, Erdöl, Erdgas, Wasserstoff), Verkehr (Luft-, Schienen-, See-, Straßenverkehr und öffentliche Verkehrsmittel), Gesundheitspflege, Bankenbranche, Trinkwasser, Abwasser, digitale Infrastruktur, Raumfahrt und Ernährung. 

Was können Sie tun? 

Es gibt keine spezifischen Tipps für dieses Risiko.  
Lesen Sie unsere allgemeinen Tipps, die vor, während und nach einer Notsituation zu befolgen sind. 

Ein Cyberangriff auf eine kritische Infrastruktur kann viele Folgen haben. Lesen Sie unsere Tipps bei folgenden Ereignissen: 

Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit 

Zahlen in Bezug auf Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen stufen Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen als extrem ein. Das BNRA beschreibt ein solches Szenario theoretisch als: 

  • Cyberangriff, der auf eine kritische Infrastruktur erfolgt, die für die körperlichen Bedürfnisse, die Sicherheit oder den Komfort der Gesellschaft wesentlich sind. Die IT-Infrastruktur ist offline oder länger als eine Woche nicht verfügbar. 

Wie kann man diese Ergebnisse lesen?

Im Rahmen des BNRA haben die Experten pro Risiko drei Szenarien bewertet: erheblich, weitreichend oder extrem. Jede Seite zeigt die Ergebnisse des Szenarios, für das das Ergebnis Wahrscheinlichkeit x Auswirkung am höchsten ist. Das bedeutet nicht, dass dieses Szenario in dieser Weise eintreten wird oder dass es das wahrscheinlichste ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.  
 

Wahrscheinlichkeit

Gering

Menschliche Auswirkung

Gering

Gesellschaftliche Auswirkung

Hoch

Auswirkung auf die Umwelt

Sehr gering

Finanzielle Auswirkung

Medium

Was tun die Behörden? 

Das Zentrum für Cybersicherheit Belgien (ZCB)  ist die nationale Behörde, die in Belgien mit der Cybersicherheit beauftragt ist. Dort wird die Umsetzung der belgischen Cybersicherheitsstrategie überwacht, koordiniert und kontrolliert. Durch einen optimalen Informationsaustausch können Unternehmen, Behörden, Anbieter wesentlicher Dienste und Bürger auf einen angemessenen Schutz zählen. 

Zur Bewältigung von Cybersicherheitsvorfällen und -krisen auf nationaler Ebene gibt es den Nationalen Cyber-Noteinsatzplan. Zu diesem Zweck arbeitet das Nationale Krisenzentrum mit dem Zentrum für Cybersicherheit Belgien und anderen Partnern der Behörden zusammen. So können all diese Partner auf koordinierte Weise zusammenarbeiten, um die Schlüsselsektoren unseres Landes vor Cyberangriffen zu schützen. 

Das nationale Krisenzentrum koordiniert die Sicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen in Belgien. Je nach Bewertung der Bedrohung kann das NCCN externe Schutzmaßnahmen ergreifen. Zu diesem Zweck arbeitet es mit der Polizei, dem Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse (KOBA) und den Nachrichtendiensten zusammen. Eine Zunahme der Bedrohung, sei es ein möglicher Hackerangriff oder ein terroristischer/extremistischer Anschlag, führt zu entsprechenden Schutzmaßnahmen. 

Auf europäischer Ebene wird dem Schutz und der Sicherheit kritischer Infrastrukturen ebenfalls große Aufmerksamkeit gewidmet. Mit der EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS-2) vom 14. Dezember 2022 werden die Cybersicherheit und die Resilienz wesentlicher und wichtiger Dienste in genau festgelegten Sektoren innerhalb der EU verbessert. Diese Richtlinie ist auch in nationales Recht (NL/FR) umgesetzt worden.