Cyberangriff auf eine CBRNe-Infrastruktur
Cyberangriffe auf CBRNe-Infrastrukturen
Cyberangriffe sind böswillige Handlungen, die die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Vertraulichkeit von Daten gefährden. Ein Cyberangriff auf eine CBRNe-Infrastruktur kann deren Betrieb sowohl digital als auch physisch stören.
Eine CBRNe-Anlage ist eine Anlage, in der mit CBRN-Stoffen gearbeitet wird oder diese gelagert werden. CBRNe steht für chemische, biologische, radiologische oder nukleare Stoffe, eventuell in Kombination mit Sprengstoffen. Beispiele für CBRNe-Anlagen sind Seveso-Anlagen, kerntechnische Anlagen oder biologische Labore.
Ursachen und Folgen
Was können Sie tun?
Die richtigen Reaktionen bei einem Cyberangriff auf eine CBRNe-Anlage sind je nach Auswirkung unterschiedlich. Lesen Sie unsere Tipps bei folgenden Ereignissen:
- Freisetzung biologischer Stoffe
- Freisetzung chemischer Stoffe
- Freisetzung nuklearer Stoffe
- Freisetzung radiologischer Stoffe
- Explosion explosionsfähiger Stoffe
Für Seveso-Anlagen oder kerntechnische Anlagen gelten sehr spezifische Richtlinien:
- Zwischenfall in einem Seveso-Betrieb
- Zwischenfall in einer kerntechnischen Anlage
Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit
Zahlen in Bezug auf Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen stufen Cyberangriffe auf CBRNe-Infrastrukturen als extrem ein. Das BNRA beschreibt ein solches Szenario theoretisch als:
- Die IT-infrastruktur ist offline oder länger als eine Woche nicht verfügbar.
- Die Gründe, warum böswillige Akteure so handeln, können unterschiedlich sein: Geld (z. B. über Ransomware), Unternehmen lahmlegen und Störungen verursachen, Verbrauchern schaden usw.
Wie kann man diese Ergebnisse lesen?
Im Rahmen des BNRA haben die Experten pro Risiko drei Szenarien bewertet: erheblich, weitreichend oder extrem. Jede Seite zeigt die Ergebnisse des Szenarios, für das das Ergebnis Wahrscheinlichkeit x Auswirkung am höchsten ist. Das bedeutet nicht, dass dieses Szenario in dieser Weise eintreten wird oder dass es das wahrscheinlichste ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Ergebnisse richtig interpretieren.
Wahrscheinlichkeit
Medium
Menschliche Auswirkung
Gering
Gesellschaftliche Auswirkung
Gering
Auswirkung auf die Umwelt
Gering
Finanzielle Auswirkung
Gering
Was tun die Behörden?
Das Zentrum für Cybersicherheit Belgien (ZCB) ist die nationale Behörde, die in Belgien mit der Cybersicherheit beauftragt ist. Dort wird die Umsetzung der belgischen Cybersicherheitsstrategie überwacht, koordiniert und kontrolliert. Durch einen optimalen Informationsaustausch können Unternehmen, Behörden, Anbieter wesentlicher Dienste und Bürger auf einen angemessenen Schutz zählen.
Zur Bewältigung von Cybersicherheitsvorfällen und -krisen auf nationaler Ebene gibt es den Nationalen Cyber-Noteinsatzplan. Zu diesem Zweck arbeitet das Nationale Krisenzentrum mit dem Zentrum für Cybersicherheit Belgien und anderen Partnern der Behörden zusammen. So können all diese Partner auf koordinierte Weise zusammenarbeiten, um die Schlüsselsektoren unseres Landes vor Cyberangriffen zu schützen.
Seit 2018 gibt es im Nationalen Krisenzentrum ein CBRNe-Fachzentrum. Dort wird Partnern bei der Umsetzung von CBRNe-Noteinsatzplänen geholfen, Unterstützung im Krisenmanagement geboten und an Schulungen für Einsatzdienste mitgewirkt.
Ein CBRNe-Zwischenfall erfordert stets eine multidisziplinäre Bewältigung und/oder eine Koordination auf nationaler Ebene. Je nach Art des Zwischenfalls können verschiedene Noteinsatzpläne bei einem CBRNe-Risiko ausgelöst werden, z. B. der Noteinsatzplan für nukleare und radiologische Risiken oder der Noteinsatzplan in Sachen CBRNe-Terrorismus.