Hitzewelle: Achten Sie gut auf sich und aufeinander
Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Nationale Krisenzentrum bei extremen Wetterbedingungen gemeinsam mit seinen Partnern zusammentritt, um die Lage zu beraten und aufmerksam zu verfolgen. Zur Unterstützung der Arbeiten des FÖD Volksgesundheit und der Teilstaaten möchte das Nationale Krisenzentrum die nachstehenden Empfehlungen nochmals in Erinnerung rufen. Diese wurden bereits von den zuständigen Diensten kommuniziert.
Eine außergewöhnliche Hitzewelle
Die Wärme in Belgien hält diese Woche an und wird in den kommenden Tagen weiter zunehmen. Heute könnten örtlich bereits 32 Grad erreicht werden, vor allem im äußersten Süden des Landes. Ab morgen steigen die Höchstwerte an den meisten Orten auf über 35 Grad, und für nahezu das gesamte Land gilt die Warnstufe Orange wegen Hitze. Zudem bleiben auch die nächtlichen Temperaturen außergewöhnlich hoch. Im Laufe des Wochenendes könnte eine Gewitterstörung zu einem leichten Temperaturrückgang führen. Darüber hinaus wird die Ozonkonzentration in den kommenden Tagen außergewöhnlich hoch sein.
Aufgrund dieser besonderen Situation hat die Risk Management Group des FÖD Volksgesundheit die Alarmphase des nationalen Ozon- und Hitzeplans aktiviert.
Konsultieren Sie die Wettervorhersagen auf der Website des KMI oder über die KMI-App.
Einige gute Verhaltensregeln
Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie diese Hitzewelle besser überstehen:
- Trinken Sie ausreichend – mehr als gewöhnlich. Warten Sie nicht, bis Sie Durst haben. Bevorzugen Sie Wasser. Vermeiden Sie alkoholische Getränke, Kaffee und zuckerhaltige Getränke…
- Verlassen Sie Ihr Zuhause? Nehmen Sie immer eine Flasche oder Trinkflasche mit Wasser mit.
- Tragen Sie im Freien eine Kappe oder einen Hut.
- Meiden Sie die Sonne und bleiben Sie drinnen, bis es kühler wird. Ist das nicht möglich? Halten Sie sich möglichst im Schatten auf oder suchen Sie einen kühlen Ort auf, wenn es zu Hause zu warm ist, etwa eine Bibliothek oder ein Einkaufszentrum.
- Schließen Sie Fenster und Vorhänge an den sonnenzugewandten Fassaden, solange die Außentemperatur höher ist als die Innentemperatur. Öffnen Sie sie erst, wenn die größte Hitze vorbei ist, also früh morgens, abends und nachts.
- Vermeiden Sie schwere körperliche Anstrengungen oder Sport, insbesondere während der heißesten Stunden des Tages.
- Befeuchten Sie regelmäßig Stirn und Nacken.
- Tragen Sie leichte, helle Kleidung.
- Schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne: Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor (mindestens SPF 30, vorzugsweise höher).
- Haben Sie Beschwerden wie Krämpfe, hohes Fieber, Kopfschmerzen oder Schwindel/Ohnmacht? Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt.
- Rufen Sie sofort die 112 an, wenn Ihre Körpertemperatur sehr hoch ist (40 °C oder mehr).
- Lassen Sie niemals Menschen oder Tiere in einem geparkten Fahrzeug zurück.
- Sind Sie Veranstalter einer Veranstaltung (groß oder klein)? Treffen Sie unbedingt die notwendigen Maßnahmen, um Ihre Besucher zu schützen.
- Für Arbeitgeber: Achten Sie auf die Gesundheit Ihrer Beschäftigten (z. B. durch Einbeziehung von Präventionsfachkräften).
Möglicherweise werden auf lokaler Ebene oder in bestimmten Sektoren (Bildung, Veranstaltungen usw.) zusätzliche Maßnahmen ergriffen. Informieren Sie sich über die Kommunikationskanäle Ihrer Gemeinde (Website, soziale Medien …).
Aufruf zur Solidarität
Für die meisten Menschen stellt diese Hitzewelle – so außergewöhnlich sie auch ist – keine unmittelbare Lebensgefahr dar. Dennoch empfehlen wir, die oben genannten Maßnahmen strikt zu befolgen, bis die Temperaturen wieder sinken.
Für besonders gefährdete Personen können diese extremen Temperaturen jedoch ein ernstes Risiko darstellen. Dazu gehören beispielsweise Kinder, chronisch Kranke, ältere Menschen und/oder sozial isolierte Personen, die nicht immer Zugang zu den richtigen Informationen haben oder sich der Gefahr nicht bewusst sind. Kennen Sie Menschen in Ihrem Umfeld (Familie, Nachbarn …), die besonders gefährdet sind? Ergreifen Sie selbst die Initiative, nehmen Sie Kontakt auf oder schauen Sie vorbei.
Lassen Sie uns gemeinsam solidarisch sein und füreinander sorgen!