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Gemeinsam vorbereitet: Nationales Krisenzentrum veröffentlicht Broschüre, um Bevölkerung auf Notsituationen vorzubereiten

Eine Frau, ein Mann und ein Kind vor der Haustür eines mit Sandsäcken geschützten Hauses.

Was bedeutet, "einen sicheren Ort aufsuchen"? Wie informiert man sich in einer Notsituation? Was gehört in ein Notfallset? Wie wird ein Notfallplan erstellt? Wie kann ich schutzbedürftigen Personen in meinem Umfeld helfen?

Auch wenn diese Fragen den Alltag nicht unbedingt beherrschen, können sie in einer Notsituation den entscheidenden Unterschied machen. Deshalb veröffentlicht das Nationale Krisenzentrum heute eine Broschüre in Form eines praktischen Leitfadens, der dabei hilft, sich auf Notsituationen vorzubereiten. Die Broschüre enthält konkrete Tipps, Empfehlungen und praktische Schritte für die Zeit vor, während und nach einer Notsituation.

Gemeinsame Verantwortung

In den vergangenen Jahren war Belgien mit verschiedenen Notsituationen konfrontiert, wie beispielsweise der Coronapandemie, den schweren Überschwemmungen von 2021, mehreren Stürmen, Hitzewellen und zuletzt dem schweren Vegetationsbrand im Hohen Venn. Diese Beispiele zeigen, dass Notsituationen oft unerwartet eintreten und jeden von uns in unterschiedlichem Maße treffen können. 

Eine gute Vorbereitung ist der beste Weg zur Begrenzung der Folgen solcher Situationen. Und diese Vorbereitung müssen wir gemeinsam angehen. Behörden und Rettungsdienste setzen sich täglich dafür ein, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, aber auch jeder Einzelne kann dabei eine wichtige Rolle spielen.
 

"Krisen und Bedrohungen nehmen zu, in Belgien wie auch anderswo. Für einen Teil der Bevölkerung ist dies beunruhigend. Andere denken, dass so etwas nur anderen passiert. Man muss ein Gleichgewicht finden: niemals in Panik verfallen, aber auch niemals naiv sein. Deshalb habe ich die Resilienz zu einer Priorität gemacht, angefangen bei der Resilienz jedes einzelnen Bürgers. Gemeinsam mit dem Nationalen Krisenzentrum starten wir heute die zweite Phase der Kampagne "Gemeinsam vorbereitet". Unsere Botschaft ist klar: Wer gut vorbereitet ist, ist besser geschützt."
Bernard Quintin, Minister der Sicherheit und des Innern

 

Eine schrittweise Vorbereitung

Um den Bürgern zu helfen, sich in aller Ruhe vorzubereiten, veröffentlicht das Nationale Krisenzentrum heute eine Broschüre in Form eines praktischen Leitfadens. Schritt für Schritt gibt diese Broschüre Tipps, wie man sich gemeinsam mit den Mitbewohnern gut auf mögliche Notsituationen vorbereiten kann. Und zwar können insbesondere einige einfache Maßnahmen den entscheidenden Unterschied machen:

  • sich über die Risiken informieren und zuverlässige Informationskanäle verfolgen.
  • sich bei BE-Alert registrieren.
  • gemeinsam mit der Familie, mit Verwandten oder Mitbewohnern einen Notfallplan erstellen.
  • ein Notfallset zusammenstellen.
  • die richtigen Reflexe anwenden: die 112 anrufen, einen sicheren Ort aufsuchen und evakuieren.

Sich vorzubereiten bedeutet bereits, sich selbst und andere zu schützen. So sind Sie in den ersten Stunden einer Krise in der Lage, autonom zu handeln, sodass sich die Rettungsdienste vorrangig um die schutzbedürftigsten Personen kümmern können.

Die Veröffentlichung dieser Broschüre ist Teil der vierjährigen Kampagne, die das Nationale Krisenzentrum im vergangenen Frühjahr unter dem Motto „Gemeinsam vorbereitet“ gestartet hat. Ziel dieser Kampagne ist es, die Bürger dafür zu sensibilisieren, vor, während und nach einer Notsituation die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Die Broschüre ist in vier Sprachen (Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch) erhältlich und kann hier eingesehen werden. 

Zudem wird Behörden und Organisationen eine druckfertige Version zur Verfügung gestellt, damit sie diese weiterverbreiten können.

"Eine gute Vorbereitung beginnt schon heute. Man muss kein Experte sein, um vorbereitet zu sein. Mit zuverlässigen Informationen, einem Notfallset und den richtigen Verhaltensweisen sind Sie bereits gut auf unerwartete Notsituationen vorbereitet."
Jack Hamande, Generaldirektor des Nationalen Krisenzentrums

 

Nationaler BE-Alert-Testtag

Es ist kein Zufall, dass für die Vorstellung der Broschüre der erste Donnerstag im Oktober gewählt wurde. Denn schon seit mehreren Jahren steht dieser Tag ganz im Zeichen des nationalen Tests des Alarmierungssystems BE-Alert. Von nun an werden wir diesen Tag jedes Jahr nutzen, um uns gemeinsam vorzubereiten: die Rettungsdienste und Behörden, indem sie ihre Systeme und Abläufe testen, und die Bürger, indem sie Maßnahmen ergreifen, um besser auf Notsituationen vorbereitet zu sein. Mit dieser Broschüre erhalten die Bürger konkrete, praktische und leicht umsetzbare Tipps.

Nutzen wir also diesen Tag, um uns gemeinsam vorzubereiten!

Heute versenden 260 Städte, Gemeinden und Provinzen eine Testnachricht an ihre Einwohner, um sie auf die Existenz von BE-Alert aufmerksam zu machen und zugleich den Umgang mit der Alarmierungsplattform außerhalb einer tatsächlichen Notsituation zu üben. Für das Nationale Krisenzentrum bietet dieser Test die Möglichkeit, die Sendekapazität und die Geschwindigkeit des Systems bei Spitzenauslastung zu überprüfen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Bürger in einer Notsituation schnell und korrekt informieren zu können.

Wenn Sie heute eine BE-Alert-Nachricht über die Nummern 1789 oder 0477 77 77 55 erhalten, speichern Sie diese Nummern bitte sofort in Ihrem Telefon. So können Sie sicher sein, dass künftige Nachrichten oder Anrufe tatsächlich von BE-Alert stammen. Markieren Sie die E-Mail-Adresse außerdem in Ihrem Posteingang als vertrauenswürdig, damit die Nachrichten nicht als Spam eingestuft werden.

Trotz technischer Möglichkeiten wie standortbezogener Alarmierungen ist es nach wie vor wichtig, dass sich die Bürger bei BE-Alert registrieren. Denn wer sich anmeldet, kann bis zu fünf Adressen hinterlegen und so auch dann informiert werden, wenn er sich außerhalb des von einem Zwischenfall betroffenen Gebiets befindet. Dies kann beispielsweise bei Bränden, Trinkwasserverschmutzung oder gefährlichen Wetterbedingungen nützlich sein. Außerdem können Sie auf diese Weise auch über Notsituationen in der Nähe Ihres Arbeitsplatzes, der Wohnung eines schutzbedürftigen Familienmitglieds oder der Schule Ihrer Kinder informiert werden. Die Registrierung ist kostenlos über www.be-alert.be möglich.

Diese einfachen Maßnahmen können der Ausgangspunkt für umfassendere persönliche Vorbereitungen sein - gemeinsam mit Ihrer Familie, mit Verwandten, Nachbarn und Ihrem Verein, inspiriert von den Tipps in der Broschüre.