Königlicher Besuch im Nationalen Krisenzentrum, dem Ort der übergreifenden Koordination der belgischen Behörden im Kampf gegen COVID-19

Krisismanagement
Seine Majestät König Philippe hat dem Nationalen Krisenzentrum (NCCN) am heutigen Donnerstag, dem 4. Juni einen Besuch abgestattet, um die Bewältigung dieser außergewöhnlichen Krise besser zu verstehen. Er nutzte die Gelegenheit, um den Mitarbeitern des NCCN zu danken, die zu einer Erleichterung der Koordination zwischen den zahlreichen Partnern beitragen.
Seine Majestät König Philippe

Ein Auftrag in Krisenzeiten: im Dienste aller

Diese Corona-Pandemie ist in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Unsere Gesellschaft, die in der Vergangenheit bereits mit anderen dramatischen Situationen konfrontiert war, erlebt in diesen Wochen verschärfte Maßnahmen und Beweise der Solidarität in bisher ungekanntem Ausmaß.

Seit dem 12. März unterstützen dutzende Mitarbeiter des NCCN rund um die Uhr die für diese föderale Phase aktivierten Krisenstäbe. Aufgrund der völlig neuen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen ist der Auftrag des NCCN eine Verpflichtung im Dienste der Bürger und der föderalen, regionalen und lokalen Behörden. Durch aktive Wachsamkeit und als Informationszentrum für alle fördert das NCCN die Zusammenarbeit aller eingebundenen Akteure mit einem gemeinsamen Ziel: Leben schützen und retten.

Ob COVID-19 oder die Anschläge vom 22. März 2016 - die Bedrohungen und Krisen unserer Gesell­schaft sind immer mehr in einem globalen Kontext zu sehen. Das NCCN wird die Entwicklung der beiden letzten Jahre fortsetzen und sich weiter den neuen Risiken des 21. Jahrhunderts anpassen, um den vitalen Bedürfnissen im Zusammenhang mit seinen einzigartigen und unerlässlichen Aufträgen in Krisenzeiten zu begegnen, wie die aktuelle Pandemie leider gezeigt hat.

Übergreifende Koordination für eine (inter)nationale Krise

Im Ökosystem der Sicherheit im weitesten Sinne - Safety & Security - spielt das NCCN in der Tat eine in Belgien einzigartige Rolle, die seinen Partnern zugutekommt: Es ist der Ort der multidisziplinären, interministeriellen, überregionalen und internationalen Koordination. Im Kampf gegen COVID-19 trägt das NCCN zu einer gemeinsamen Krisenbewältigung der Behörden bei. Seit über 10 Wochen hat sich eine übergreifende Koordination als unerlässlich erwiesen, um gegen das Coronavirus und seine Folgen gemeinsam vorzugehen.

Dieses horizontale und transdisziplinäre Risiko- und Krisenmanagement ist der positive Ansatz, den das Nationale Krisenzentrum in Bezug auf den Risikokreislauf bereits seit mehreren Jahren verfolgt. Durch diesen Ansatz konnte jeder sachdienliche Informationen austauschen, hatte jeder dasselbe Bild von der Pandemie und konnten die vom erweiterten Nationalen Sicherheitsrat ergriffenen verschärften Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden.

Stabilität mitten in der Krise, Widerstandskraft für die Zukunft

Seit Beginn der föderalen Phase hat das Nationale Krisenzentrum als öffentliche Behörde und mit den anderen Behörden dank ihrer für solche Ausnahmesituationen vorgesehenen Organisation für Stabilität gesorgt. Die politischen Behörden können seit fast 3 Monaten auf sein fundiertes Know-how zählen.

Förderung und Stärkung der Resilienz der Behörden, Unternehmen und Bürger als Akteure ihrer Gesundheit - das sind die künftigen Herausforderungen des NCCN und seiner Partner. Zwecks Vorbeugung und maximaler Begrenzung der möglichen Auswirkungen einer potenziellen zweiten Pandemie-Welle müssen die Anstrengungen fortgesetzt werden. In den kommenden Wochen werden die Mitarbeiter des NCCN Risiken ermitteln und analysieren und künftige Situationen vorbereiten und ihnen vorbeugen. Gemeinsam ist es möglich!