Versicherungen

Krisismanagement
Assuralia, die Vereinigung der beruflichen Versicherungsgesellschaften, teilt das Leid der Opfer der schrecklichen Attentate vom 22. März, sowie deren Angehörigen. Da die Versicherung eine wichtige Rolle in der Schadensbegleichung haben, listet diese Seite die hauptsächlichen Versicherungen, die für Privatpersonen haften könnten, auf.

An wen sich wenden ?

Die Opfer und/oder deren Berechtigte werden gebeten sich mit den betroffenen Versicherungen (Versicherungsgesellschaften und Zwischenstellen und für die Arbeitnehmer die Gruppenversicherung) in Verbindung zu setzen um ihren Schaden zu erklären und persönliche Informationen über die Abdeckung des Schadens, die sie erhalten könnten, einzuholen.

Welche Versicherungen können haften ?

Die hauptsächlichen Versicherungen, die für die Opfer vorrausichtlich haften, sind :

  • Lebensversicherung: zahlen im Todesfall ein Kapital oder eine Rente an den bezeichneten Begünstigten. Im Fall eines tödlichen Unfalls wird das Kapital manchmal erhöht. Denken Sie an spezifische Garantien, wie die Lebensversicherung oder Unfallversicherung, die an ein Bankkonto oder eine Kreditkarte geknüpft sind;
  • Garantiertes Einkommen und Unfallversicherung : haften je nach Grad der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität;
  • Krankenhausaufenthaltsversicherung : auf individueller oder kollektiver Basis organisiert (oft über den Arbeitgeber) als zusätzliche Rückerstattung durch die Krankenkassen. Sie decken den Krankenhausaufenthalt und die Kosten der medizinischen und paramedizinischen Behandlung, sowie der damit verbundenen Unkosten für Medikamente;
  • Rechtschutzversicherung : Im Falle einer gütlichen Einigung, der Übernahme der Kosten eines (medizinischen) Gutachtens, ggf. der Verfahrenskosten und der Honorarkosten eines Rechtsanwalts verhelfen diese dem Versicherungsnehmer seine Rechte geltend zu machen. Es kann sich um einen gesonderten Vertrag handeln oder eine Garantie, die in der Familienhaft inbegriffen ist, deren Abdeckung geringer sein kann;
  • Arbeitsunfallversicherung : verpflichtend für jeden Arbeitgeber. Diese Versicherung sieht Leistungen im Falle von körperlichen Schäden, sowohl für Unfälle während der Arbeit, als auch auf dem Arbeitsweg vor. Dies entsprechend den gesetzlich vorgesehenen Berechnungen in Sachen Gesundheitspflege, Bestattungskosten, Ersatzeinkommen und Renten für die Mitglieder des Haushalts. Der Arbeitgeber kann einer Ausweitung der Garantie über den gesetzlich erforderlichen Entschädigungen hinaus abgeschlossen haben;
  • Verpflichtende Versicherung im Falle eines Brandes oder Explosion : verpflichtend für die Betreiber öffentlich zugänglicher Einrichtungen, darunter die Flughäfen und die U-Bahn. Diese müssen eine besondere Versicherung abschließen: Diese haftet im Falle eines Brandes oder einer Explosion für körperliche und materielle Schäden, wobei das Verschulden nicht bewiesen werden muss.

Wann sind die Folgen der Attentate abgesichert ?

Das Gesetz vom 1. April 2007 organisiert die verpflichtende Versicherungsdeckung des Terrorismus in den geläufigsten Versicherungsarten wovon quasi alle Bürger in Genuss kommen, ob es sich um Privatpersonen oder Arbeitnehmer handelt:

  • alle Lebensversicherungen, sowohl individuelle als auch „Gruppenversicherungen“
  • Die Krankenversicherungen, die vor allem die Garantien „Krankenhausaufenthalt“ aber auch die Garantieren „gesichertes Einkommen“ beinhalten;
  • die Versicherungen gegen Arbeitsunfälle einschließlich jener für Beamte und jener zu den erlittenen Schaden auf dem Arbeitsweg;
  • die Versicherungen gegen den körperlichen Unfall ;
  • Feuerversicherung « einfaches Risiko » (Wohnhäuser, Geschäfte und Mittelständige Unternehmen);
  • Haftpflichtversicherung des Betreibers der öffentlich zugänglichen Einrichtung im Falle eines Brandes oder einer Explosion.

Bezüglich der anderen Verträge (Autoversicherung, Beistand, Rechtschutz, Versicherung der Betreiberverluste und der „großen Risiken“ darunter Feuer) ist die Versicherungsdeckung gegen terroristische Handlungen nicht verpflichtend, aber die Ausschließung muss ausdrücklich im Vertrag erwähnt sein.

Sie finden mehr Auskünfte auf der Internetseite der beruflichen Vereinigung der Versicherungsgesellschaften  www.assuralia.be

Für die Opfer von Malebeek

Die STIB und Ethias bieten eine Telefonnummer, sowie eine E-Mail bestimmt für die Opfer und deren Angehörige der Attentate vom Dienstag an der U-Bahnstation Malebeek an. Sie können einen Beistand, sowie Antworten zu konkreten Fragen bezüglich ihres Schadens erhalten.

0800 94 005 (aus dem Ausland +32 4 235 86 90) und metro2203@ethias.be

Für die Opfer ausländischer Herkunft

Die Opfer ausländischer Herkunft können sich direkt an ihre Botschaft in Belgien wenden.