Über Krisenzentrum

 

Das Nationale Krisenzentrum (NCCN) steht den Behörden und Hilfsdiensten des Landes rund um die Uhr zur Verfügung.

Es erfasst und analysiert fortdauernd relevante Informationen und verbreitet sie an die strategischen und ausführenden Instanzen.

Darüber hinaus bietet das NCCN seine Infrastruktur und sein Know-how für das interministerielle Krisenmanagement und die Koordination von Notsituationen auf nationaler Ebene an.

Seit dem 1. März 2017 ist Bart Raeymaekers Generaldirektor des Nationalen Krisenzentrums.

 

Aufträge

  • Aktive Überwachung: Das Nationale Krisenzentrum (NCCN) gewährleistet eine Dauerbereitschaft rund um die Uhr, um verschiedenste dringende Informationen zu erfassen, zu analysieren und den zuständigen Instanzen zu übermitteln.
  • Nationale und internationale Alarmierungsstelle: Das Nationale Krisenzentrum ist die nationale und internationale Kontaktstelle in Sachen Alarmierung. Über das Krisenzentrum werden die zuständigen Behörden rasch über Ereignisse im In- und Ausland informiert, die für die Sicherheit in Belgien relevant sind. Es kann je nach Fall auch die Alarmierungsverfahren aktivieren. Außerhalb der Bürozeiten gewährleistet das NCCN den Bereitschaftsdienst verschiedener föderaler Ministerien, für die eine ständige Bereitschaft vorgesehen wird.
  • Öffentliche Ordnung: Das Nationale Krisenzentrum ist eng in die Planung, Koordination und Überwachung der Sicherheit bei Großveranstaltungen eingebunden, die eine Vorbereitung und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Diensten erfordern. Das NCCN sorgt für Personenschutz (Staats- und Regierungschefs) und die Sicherheit bestimmter Einrichtungen (Botschaften ...) in Belgien.
  • Organisation der Noteinsatzplanung: Das Nationale Krisenzentrum steht für die Organisation und Koordination der Noteinsatzplanung ein. Ziel ist die Erstellung einer Noteinsatzplanung auf föderaler Ebene in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern.
  • Infrastruktur für Krisenmanagement: Durch die ständige Bereithaltung von Personal und Mitteln, die zur Vorbereitung dringender Entscheidungen vonnöten sind, liefert das Nationale Krisenzentrum einen entscheidenden Beitrag zum Krisenmanagement. Dazu verfügt das NCCN nämlich über eine für das Krisenmanagement geeignete Infrastruktur.

Rund um die Uhr im Dienste der belgischen Regierung

Das Nationale Krisenzentrum (NCCN) zählt rund 120 Mitarbeiter. Fast die Hälfte arbeitet in einem Rotationssystem im Dienst Integriertes Krisen- und Ereignismanagement, was die Organisation eines Bereitschaftsdienstes rund um die Uhr ermöglicht.
Spezifisch für Angelegenheiten in Bezug auf die öffentliche Ordnung wird dieser Dienst mit Verbindungsoffizieren der Staatssicherheit, der Föderalen Polizei und der Lokalen Polizei verstärkt.
Die anderen Mitarbeiter sind im Dienst Noteinsatzplanung tätig oder haben eine Unterstützungsfunktion auf juristischer Ebene, in Sachen Kommunikation, Personalverwaltung, Buchführung, Informatik, Logistik oder Sekretariat.
Das Projektbüro Regetel und der Dienst Alarmierung sind ebenfalls in die Funktionsweise des NCCN eingebunden.
Für weitere Infos über die Aufträge des Nationalen Krisenzentrums können Sie die Informationsbroschüre "Ihre Sicherheit, unsere Sorge" herunterladen.
Der Föderale Öffentliche Dienst Inneres hat einen Imagefilm gedreht, um seine Aufträge und Direktionen vorzustellen. Den Auszug über das Nationale Krisenzentrum können sie hier einsehen.

Entwicklung

Infolge einiger schwerwiegender Ereignisse in den 1980er Jahren (u.a. Anschläge der CCC, Heysel-Drama, Nuklearunfall in Tschernobyl, Untergang der Herald of Free Enterprise) stellte die Regierung fest, dass sie nicht über einen zivilen Bereitschaftsdienst verfügte. Auch eine ständige Infrastruktur für Krisenmanagement fehlte.
1986 wird das Koordinations- und Krisenzentrum der Regierung (CGCCR) geschaffen. Im Königlichen Erlass vom 18. April 1988 wurde diese Schaffung rechtlich verankert.
Im Januar 2003 wird das Krisenzentrum eine der 5 Generaldirektionen des FÖD Inneres.
Die beiden Komponenten des Krisenzentrums, d.h. der Bereitschaftsdienst und der Dienst Öffentliche Ordnung, bilden selbstverständlich weiterhin den Kern der neuen Struktur. Aufgrund ihrer Bedeutung arbeiten sie nunmehr unter der Bezeichnung "Integriertes Krisen- und Ereignismanagement" noch enger zusammen.
Dieser Kern wird durch den Dienst "Noteinsatzplanung" ergänzt, der insbesondere die Tätigkeiten des Hohen Instituts für Noteinsatzplanung organisiert.
Seit 2003 werden alle Rallyes von der Rallyekommission behandelt, deren Vorsitz und Sekretariatsgeschäfte das Krisenzentrum übernommen hat. Die Rallyekommission gibt den Bürgermeistern eine Stellungnahme über die Sicherheitsaspekte des Wettbewerbs ab.
Im August 2003 erfolgt die Eingliederung des Projektbüros REGETEL. Das REGETEL-Netzwerk ist ein wichtiger Teil der umfassenden Palette alternativer Kommunikationssysteme, die im Krisenfall von der Föderalbehörde benutzt werden.
2009 kommt auch der Dienst Alarmierung zum Krisenzentrum. Neben der Verwaltung des Sirenennetzes arbeitet dieser Dienst seither auch an einer Modernisierung der Kanäle zur Benachrichtigung der betroffenen Bevölkerung in Notsituationen.
Im selben Jahr wird innerhalb des Krisenzentrums die Direktion Kritische Infrastruktur geschaffen, die die Tätigkeiten in Sachen kritische Infrastrukturen in Belgien koordiniert.
2016 wird innerhalb des Krisenzentrums die PNR-Zentralstelle (BelPIU) geschaffen, um ein System zur Verarbeitung von Passagierdaten (Passenger Name Record, PNR) einzurichten und zu verwalten.
2018 wird angesichts der neuen Risiken die Einbeziehung wichtiger Partner in die Arbeit des Krisenzentrums Realität: Das CBRNe-Fachzentrum und das Internationale Krisenmanagementbüro (ICC) werden eingerichtet.