Risikoanalyse

Unsere Gesellschaft ist täglich mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert. Viele davon finden wir in unserem privaten Umfeld zurück: einen Sport- oder Autounfall, einen Hausbrand usw. Aber auch in Ihrer Umgebung können Sie mit Risiken konfrontiert werden, beispielsweise einem Chemieunglück in einem Betrieb oder Überschwemmungen.
Risikoanalyse

Das Nationale Krisenzentrum ist für die Noteinsatzplanung und das Krisenmanagement verantwortlich. Angesichts der aktuellen Sicherheitslage mit stets neuen und vielschichtigen Risiken sorgt das Nationale Krisenzentrum für eine ständige Erneuerung und Modernisierung, insbesondere im Bereich der Risikoanalyse.

Das Nationale Krisenzentrum entwickelt in Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Diensten, Hilfsdiensten und privaten Partnern die Verfahren der Risikoanalyse auf der Grundlage der vorhandenen Fachkompetenz insbesondere in Sachen kritische Infrastrukturen und Seveso-Risiken.

Risikopolitik

Folgende Schritte tragen zu einer integrierten Risikopolitik und zu einer optimalen Vorbereitung auf vorhersehbare Notsituationen bei:
1. Ermittlung der nationalen Risiken und Bestimmung der Prioritäten,
2. gründlichere Analyse der verschiedenen Risiken und ihrer wechselseitigen Abhängigkeit,
3. Risikomanagement: Ergreifung angemessener Maßnahmen, Empfehlung von Normen, Ausarbeitung von Noteinsatzplänen.

Tätigkeitsbericht 2018: Analyse von 67 Szenarien: Mit Hilfe von rund hundert Fachleuten hat das Nationale Krisenzentrum die Ermittlung der Risiken nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft, Umwelt und Finanzen koordiniert. Diese Analyse wird in Risiko-info.be integriert, um die Resilienz der Gesellschaft und der Bevölkerung zu stärken.

Risikokreislauf

Im Risikokreislauf ist die Risikoidentifikation der erste Schritt. Denn eine deutliche Bestimmung der Risiken ermöglicht eine vertiefte Risikoanalyse in den späteren Phasen, beispielsweise durch Kartie¬rung der Risikoobjekte, Entwicklung von Analysen im Kaskadensystem oder Erfassung der bestehen¬den Maßnahmen zur Bestimmung des Restrisikos. Dies alles wird dazu beitragen, die Prävention, die Vorbereitung und die Bewältigung von Krisen effizienter und zielgerichteter zu organisieren.

Diese Risikoidentifikation ist ein nationales Instrument. Dies bedeutet, dass verschiedene Zuständig¬keiten entstehen. Unsere Dienste haben ein breites Spektrum von Risiken erkannt und ausgewertet, die die Befugnisse des Nationalen Krisenzentrums, selbst diejenigen der Föderalregierung, übersteigen. Wie bereits bei anderen Aufträgen des Nationalen Krisenzentrums sind wir auch hier vor allem Koordinatoren und Vermittler. Die Expertise liegt bei den Fachleuten.

Das Nationale Krisenzentrum hat folgendes Ziel vor Augen: Verringerung der Wahrscheinlichkeit, dass erkannte Risiken eintreten. Sollte dies dennoch geschehen, versuchen wir, die Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft, Umwelt und Finanzen möglichst zu begrenzen.

Ein deutliches Bild der Risiken kann zu einer ausgedehnteren oder präziseren Noteinsatzplanung beitragen und hilft bei der Bewältigung von Notsituationen.