Regetel

Krisismanagement
Regetel steht für "Réseau gouvernemental de Télécommunications" (Telekommunikationsnetz der Regierung) und wird vom "Projektbüro REGETEL" geleitet.

Das REGETEL-Netzwerk ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten alternativen Kommunikationssysteme, die von der Föderalbehörde verwaltet werden.

Es verfügt über autonome Server, autonome technische Dienste und im Zentrum von Brüssel über ein eigenes Netzwerk. Dadurch kann dem Nutzer ein unabhängiges und alternatives Kommunikationsmittel angeboten werden. Die hauptsächlichen Anwendungen sind Telefon- und Faxverbindungen, aber auch Datenübertragung ist möglich.

Man unterscheidet zwischen zwei miteinander verflochtenen Netzwerken: einem föderalen Netzwerk und einem Krisennetzwerk.

Föderales Netzwerk

An dieses Netzwerk sind ca. 450 Nutzer angeschlossen:

  • die Regierung: alle Föderalminister und ihre Kabinettschefs,
  • die Präsidenten der Direktionsausschüsse und die Generaldirektoren der Föderalen Öffentlichen Dienste,
  • die Präsidenten der Abgeordnetenkammer und des Senats,
  • die Königlichen Paläste.

Krisennetzwerk

Mit REGETEL verfügen die Behörden über ein unabhängiges Kommunikationsnetzwerk. Dieses gesicherte Netzwerk ist Bestandteil der gesamten alternativen Kommunikationssysteme, die sowohl in Notsituationen als auch im Alltag von der Föderalbehörde zur Verfügung gestellt werden.

Zuverlässigkeit und Beständigkeit seiner Funktionsweise sind wichtige Ausgangspunkte. Nutzer können gleichzeitig Sprach- und Datenkommunikation anwenden. Zudem werden die Verbindungen dieses Krisennetzwerks alle 60 Sekunden kontrolliert, sodass es möglich ist, rund um die Uhr auf Störungen zu reagieren. Dies ermöglicht eine proaktive Arbeit und gewährleistet eine volle Operativität.

Dank dieses vollkommen digitalen Kommunikationsnetzwerks ist es unter anderem möglich, die wichtigsten Partner des Krisenzentrums ununterbrochen zu erreichen. Dazu zählen alle provinzialen Krisenzentren (CC-Prov), die Bereitschaftseinheiten des Zivilschutzes, die 100-Zentralen, die Kommunikations- und Informationszentren (KIZ - 101-Z), das Koordinierungsorgan für die Bedrohungsanalyse (KOBA), die Standorte und Krisenzentren von Fluxys und Eandis, die Einsatzleitstelle des Roten Kreuzes sowie andere wichtige Krisenzentren wie das Maritime Rettungs- und Koordinationszentrum (MRKZ) in Ostende und das Maritime Informationszentrum (MIZ).