Cybersicherheit

In den letzten Jahrzehnten haben allerlei digitale Systeme eine entscheidende Rolle in unserer Gesellschaft eingenommen. Diese Entwicklung hat zu erheblichen Fortschritten in den Bereichen Kommunikation, Informationsteilung und Automatisierung geführt. Zugleich hat dies leider auch neue Risiken nach sich gezogen, insbesondere Cyberrisiken.

Cybersicherheit ist ein Querschnittsthema. Behörden und Betriebe aller Sektoren sind diesem Risiko ausgesetzt, insoweit sie von ihrer ICT-Infrastruktur abhängig sind. Gemäß einer EU-Richtlinie müssen die "Betreiber wesentlicher Dienste" bestimmt werden. Es handelt sich um Unternehmen, deren Dienstleistungen für die Gesellschaft lebenswichtig sind und die hierfür von Netzwerk- und Informationssystemen abhängen. Diese Systeme werden auf hohem Niveau gesichert. Um den Schutz der kritischen Infrastrukturen präventiv zu verstärken, entwickelt die Politik Sicherheitspläne.

Auch der Umgang mit Ereignissen und Krisen entwickelt sich, damit dieser Risikotyp bewältigt werden kann. Die Bewältigung nationaler Cyberereignisse und -krisen ist ein gemeinsamer Auftrag des Zentrums für Cybersicherheit Belgien (ZCB) und des Krisenzentrums. Anhand eines nationalen Cyber-Notplans bieten das ZCB und das Krisenzentrum eine strukturelle Antwort auf Cyberereignisse und -krisen, die eine Koordinierung und / oder Bewältigung auf nationaler Ebene erfordern. Das Zentrum für Cyber¬sicherheit Belgien, das Krisenzentrum, die Staatsanwaltschaft, das Crisis Emergency Response Team (cert.be), die Federal Computer Crime Unit der Föderalen Polizei (FCCU) und eventuell weitere Dienste arbeiten koordiniert zusammen, um die vitalen Interessen des Landes vor Cyberangriffen zu schützen.