Alarmierung der Bevölkerung

Krisismanagement
In bestimmten Notsituationen kann eine schnelle Warnung der Bevölkerung lebenswichtig sein. Aus diesem Grund verfügt der FÖD Inneres über ein Netzwerk von über 550 Sirenen.

Diese Sirenen befinden sich in der Nähe von Industriebetrieben mit erhöhtem Risiko (Seveso-Anlagen der oberen Klasse) und von den kerntechnischen Anlagen in Doel, Mol-Dessel, Tihange, Fleurus, Chooz (Frankreich) und Borssele (Niederlande).

Dank Solarzellen und Funksignalen funktioniert eine Sirene vollkommen autonom. Sie wiegt 320 kg und ist zwischen 1,20 m und 6 m hoch. Im Allgemeinen sind Sirenen auf Dächern von öffentlichen Gebäuden angebracht. Manche sind aber auch an Fassaden oder Betonpfeilern befestigt.

Die Sirenen werden von den Bereitschaftseinheiten des Zivilschutzes aus (Liedekerke, Libramont, Ghlin, Crisnée, Jabbeke und Brasschaat) aktiviert.

Derzeit werden alternative Alarmierungsverfahren (z.B. Benachrichtigung per SMS) untersucht und getestet. Ziel ist es, mit einer Reihe von Verfahren binnen kürzester Zeit so viele Bürger wie möglich alarmieren zu können.

SMS für Gehörlose und Schwerhörige

Gehörlose und schwerhörige Bürger können sich über die Website www.telecontact.be einschreiben, um sich per SMS alarmieren zu lassen.  Sobald die Sirenen aktiviert worden sind, erhalten Sie eine Benachrichtigung per SMS.

Was tun, wenn die Sirenen ertönen?

Tun Sie Folgendes, wenn eine Sirene in einer Notsituation ertönt:

1. Bleiben Sie drinnen oder gehen Sie nach drinnen.

2. Schließen Sie Fenster und Türen.

3. Verfolgen Sie die Medien und befolgen Sie die Empfehlungen der Behörden.

Sirenen geben nicht immer denselben Laut ab. Über die Lautsprecher können auch gesprochene Bekanntmachungen verbreitet werden. Hierbei werden die Maßnahmen wiedergegeben, die Sie ergreifen können.

Test der Sirenen

Alle Sirenen werden zweimal täglich getestet. Zu diesem Zweck geben Sie einen Laut ab, der für das menschliche Ohr nicht zu hören ist. Auf diese Weise können die verschiedenen Elemente der Sirene getestet werden. Bei regelmäßiger Wartung liegt die Funktionstüchtigkeit der Sirenen bei über 98 Prozent.

An jedem ersten Donnerstag jeden Quartals wird zwischen 11.45 Uhr und 13.15 Uhr eine Minute lang ein akustischer Test durchgeführt. Bei diesen Tests muss die Bevölkerung nichts unternehmen.

Bei tatsächlicher Gefahr heulen die Sirenen länger auf und kann der Ton mehrmals wiederholt werden.

Wenn sich in Ihrem Viertel eine Sirene befindet und Sie sie nicht hören, können Sie dies per E-Mail an alerte@ibz.fgov.be melden.